Bereits 40 000 Bewerbungen
Erster Spatenstich für BMW-Werk in Leipzig

Der Bau des 1,3 Milliarden Euro teuren BMW-Werks in Leipzig hat am Dienstag mit dem ersten Spatenstich begonnen. Die Spaten setzten Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und der BMW - Vorstandsvorsitzende Joachim Milberg an. Die Entscheidung von BMW, in Leipzig ein neues Autowerk zu errichten und damit fast 10 000 Arbeitsplätze zu schaffen, sei ein Signal der Zuversicht, dass der Aufbau Ost weitergehe, sagte Schröder.

dpa LEIPZIG. Es sei ein Zeichen dafür, «dass wir die Hälfte des Weges schon geschafft haben, und dass wir die andere Hälfte auch noch schaffen werden», sagte Schröder. Mit jeder Produktentscheidung würden weitere Investitionen folgen, betonte BMW-Chef Milberg.

"Wir schlagen ein neues Kapitel der sächsischen Automobilgeschichte auf", sagte der sächsische Ministerpräsident Georg Milbradt (CDU). Schon vor dem Zweiten Weltkrieg sei in Sachsen die Hälfte der deutschen Autos produziert worden. "Wir wollen nicht jammern, wir wollen anpacken", sagte Milbradt. Nach Angaben von BMW haben sich bereits 40 000 Menschen für einen Arbeitsplatz im Leipziger Werk beworben. Die Hälfte stamme aus der Region Leipzig/Halle.

10 000 neue Stellen sollen geschaffen werden

Angesichts der großen Herausforderung, Arbeitsplätze zu schaffen, sprach der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) von einem "großen Tag für Deutschland". Bis zum Start der Serienproduktion im Jahr 2005 sollen 5 500 Arbeitsplätze im BMW-Werk entstehen. Zusammen mit Zuliefererbetrieben werden nach Firmenangaben rund 10 000 Stellen entstehen. Im vergangenen Sommer hatte sich der bayerische Automobilkonzern für Leipzig entschieden, das sich damit gegen 250 andere Bewerber in Europa durchsetzte.

Unterdessen ist Milberg optimistisch, dass die beantragten Beihilfen für das neue Werk von der EU-Kommission genehmigt werden. Das Land Sachsen hatte BMW die staatliche Unterstützung von 456 Millionen Euro zugesichert. Das ist der für Ostdeutschland mögliche Höchstfördersatz von 35 Prozent.

Die ersten Wagen in Serienproduktion sollen in Sachsen 2005 vom Band rollen. Nach einer Anlaufphase sollen täglich 650 Wagen der 3er Serie produziert werden.

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