Bereitschaft zu drastischen Sparmaßnahmen
Lufthansa offenbar vor einer Einigung mit Verdi

Die Gespräche zwischen der Konzernführung der Deutschen Lufthansa AG, Köln/Frankfurt, und dem Tarifpartner Verdi über einen Sparbeitrag der Arbeitnehmer stehen offenbar kurz vor dem Abschluss.

vwd FRANKFURT. Nach vwd-Informationen ist mit der Bekanntgabe einer Einigung noch an diesem Donnerstag, spätestens am Freitag zu rechnen. Derzeit laufen die Verhandlungen noch. Die Gespräche sollen jedoch auf gutem Wege sein, heißt es in Unternehmenskreisen. Auch Verdi-Sprecher Ingo Schwope zeigte sich zuversichtlich, dass die Verhandlungen "zeitnah" zum Ende gebracht werden könnten.

Bisher, so Schwope, habe Lufthansa noch keine betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen. Mit ihrer Bereitschaft zu drastischen Sparmaßnahmen will die Gewerkschaft den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen erreichen. Mit dem fliegenden Personal der Kabine sei bereits mit der Vereinbarung zur Kurzarbeit ein erster Schritt in diese Richtung gemacht worden, sagte Schwope. Für die Laufzeit der Vereinbarung (bis Juli 2002) habe Lufthansa auf betriebsbedingte Kündigungen verzichtet.

Damit sei das Kabinenpersonal jedoch nicht von weiteren Sparbeschlüssen ausgenommen. Sollte es beispielsweise zu einer Verlängerung des Tarifvertrages um weitere sechs Monate kommen und zu einem Aufschub bei einem Teil des im Mai 2002 fälligen 13. Monatsgehaltes, betreffen diese Maßnahmen auch das fliegende Kabinenpersonal. Zuletzt hatte ver.di ein Sparpaket über 165 Mio DEM angeboten. Die Fluglinie hatte von allen Arbeitnehmern einen Beitrag von insgesamt 350 Mio EUR gefordert.

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