Bergbau
Töchter lassen RAG-Gewinn einbrechen

Der Essener Kohlekonzern RAG AG hat im vergangenen Jahr nach Problemen bei den Tochterunternehmen Rütgers und Deutsche Steinkohle einen deutlich geringeren Gewinn erwirtschaftet.

vwd ESSEN. Das Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit lag mit 266 Millionen Euro um 88 Millionen Euro unter dem Vorjahresniveau, wie die RAG am Montag bekannt gab. Unter Berücksichtigung deutlich höherer Steueraufwendungen verblieben als Jahresüberschuss lediglich 21 (Vorjahr 170) Millionen Euro. Bei der Chemietochter Rütgers trug die schwierige Lage im Geschäftsfeld Kunststoffe Elektronik zu dem Gewinneinbruch bei.

Im deutschen Steinkohlenbergbau musste die RAG neben dem politisch vereinbarten Absatz- und damit auch Umsatzrückgang auch geologische Probleme auf mehreren Bergwerken verkraften, wie aus dem Geschäftsbericht des Konzerns hervorgeht. Insgesamt verbuchte die RAG 2001 einen Außenumsatz von 15,3 Milliarden Euro und damit rund 0,5 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr. Die Deutsche Steinkohle AG erzielte als immer noch größter Teilkonzern einen Umsatz von 5,0 (5,7) Milliarden Euro. Im internationalen Bergbaugeschäft (RAG Coal International) stieg der Umsatz dagegen auf 4,6 (4,4) Milliarden Euro.

Insgesamt ist der Umsatzanstieg im Konzern vor allem auf Konsolidierungseffekte zurückzuführen. So verbuchte die RAG Saarberg 1,2 Milliarden Euro höhere Erlöse auf Grund der Übernahme der Mehrheit an der Saar Ferngas sowie der Einbeziehung der früheren Hochtief-Umwelt-Gruppe. Bei der RAG Coal International machte sich insbesondere der Erwerb der Long-Airdox-Gruppe im Geschäftsfeld Bergbautechnik bemerkbar.

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