Bergung "äußerst schwierig"
Opfer der Seilbahn-Katastrophe vollkommen verbrannt

dpa KAPRUN. Alle Opfer der Seilbahn-Katastrophe im österreichischen Kaprun sind offenbar bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. "Die Bergung ist äußerst schwierig", sagte der Salzburger Landeshauptmann Franz Schausberger. Eine Identifizierung der bisher festgestellten mindestens 155 Toten in der Gletscherbahn sei "auf herkömmliche Art nicht möglich". Die Bergungsarbeiten sollen auch in der Nacht fortgesetzt werden.

Schausberger betonte, 100-prozentige Klarheit über die Identität der verbrannten Menschen könne ausschließlich eine DNA-Analyse durch Gerichtsmediziner liefern. Dazu werden die Überreste der aus dem Tunnel vom Montag an in das gerichtsmedizinische Institut nach Salzburg gebracht. Das bisherige Wissen über die Passagiere der Unglücks-Gletscherbahn stamme vor allem aus Vermisstenmeldungen.

Der österreichische Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) sagte bei der Pressekonferenz: "Ganz Österreich trauert." Er dankte den Rettungs- und Bergungskräften und sprach den Angehörigen der bei dem Tunnelbrand am Samstag getöteten Menschen seine Anteilnahme und sein Beileid aus.

Die Toten seien "neben, in und unter der Zuggarnitur" gefunden worden, sagte ein Helfer sichtlich bewegt. Die Bergungsteams müssen nach Angaben von Schausberger immer wieder abgelöst werden, "weil ihre Arbeit besonders schrecklich ist".

Viele Angehörige hätten am Sonntagnachmittag an einer ökumenischen Trauerfeier vor dem Tunneleingang teilgenommen. Dabei hätten sich "dramatische Szenen abgespielt", sagte Schausberger.

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