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Bergung von gekentertem Schiff im Hamburger HafenDPA-Datum: 2004-06-29 07:43:25

Hamburg (dpa) - Nach dem Schiffsunglück im Hamburger Hafen wird die Bergung des gekenterten Tankschiffs vorbereitet. Wie die Feuerwehr mitteilte, begannen Mitarbeiter einer Bergungsfirma, Taue um den im Hafenbecken kieloben liegenden Schwefelsäure-Transporter zu verholen.

Hamburg (dpa) - Nach dem Schiffsunglück im Hamburger Hafen wird die Bergung des gekenterten Tankschiffs vorbereitet. Wie die Feuerwehr mitteilte, begannen Mitarbeiter einer Bergungsfirma, Taue um den im Hafenbecken kieloben liegenden Schwefelsäure-Transporter zu verholen.

Ein Schwimmkran aus Bremerhaven soll das beschädigte Schiff im Laufe des Tages aufrichten. Die «ENA 2» der Norddeutschen Affinerie (NA) war am Montagabend in der Nähe des Petroleumhafens mit dem auslaufenden Containerschiff «Pudong Senator» kollidiert. Das Schiff erreichte noch den Kai, kenterte aber kurz nach dem Festmachen.

Nach Mitteilung der Norddeutschen Affinerie ist die Außenhaut des mit 960 Tonnen Schwefelsäure beladenen Doppelhüllentankers beschädigt. Die vier Haupttanks des Schiffs seien aber unversehrt. Wie die Feuerwehr erklärte, ist ein Teil der 98-prozentigen Schwefelsäure über das Belüftungssystem in das Hafenbecken gelaufen. Dadurch habe es im Petroleumhafen ein Fischsterben gegeben.

Der Wind hatte nach dem Unglück eine Schwefeldampfwolke über den Hafen getrieben. Neun Arbeiter und zwei Polizisten wurden leicht verletzt, sie erlitten Reizungen der Augen und Atemwege. Mehr als 120 Feuerwehrmänner waren im Hafengebiet im Einsatz. Gegen den Kapitän der «ENA 2» wird laut Feuerwehr wegen des Verdachts der Trunkenheit ermittelt.

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