Bericht bestätigt
Telekom bewirbt sich nicht für UMTS in Italien

Das Unternehmen sieht wenig Chancen, bei der Versteigerung zum Zuge zu kommen. Eine Partnerschaft mit einen italienischen Anbieter sei aber möglich, hieß es.

Reuters BONN. Die Deutsche Telekom wird sich nicht um eine UMTS-Mobilfunklizenz in Italien bewerben. Ein Sprecher der Telekom bestätigte am Mittwochabend in Bonn, dass der Vorstand einen entsprechenden Beschluss gefasst habe. Der Vorstandschef der Telekom-Mobilfunktochter T International-Mobile AG, Kai-Uwe Ricke, hatte zuvor der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe) in einem in redaktioneller Fassung verbreiteten Interview gesagt, man wolle zwar auch weiterhin auf den italienischen Markt, "aber nicht als fünftes Rad am Wagen". Damit bezog sich Ricke auf die schwierige Wettbewerbsstellung des vierten oder fünften Mobilfunkanbieters in Italien. Italien gilt unter Experten als der ausgereifteste Mobilfunkmarkt in Mitteleuropa.

Eine Partnerschaft mit der Mobilfunk-Tochter der Telecom Italia, Telecom Italia Mobile, wäre aus Rickes Sicht durchaus sinnvoll, denn Telecom Italia Mobile wäre der "perfekte Partner". Entsprechende Gedankenspiele seien aber reine Spekulation. Im Gegensatz zur fünften UMTS-Lizenz in Italien habe für die Telekom die vierte Lizenz in Frankreich eine hohe Priorität. Man müsse sehen, wie die Märkte in einigen Jahren aussähen, sagte Ricke weiter.

In Italien und in Frankreich werden in den kommenden Monaten die Mobilfunklizenzen nach den neuen weltweiten Standard UMTS vergeben, die eine wesentlich höhere Übertragungsgeschwindigkeit und eine höhere Benutzerfreundlichkeit als in den derzeitigen GSM-Mobilfunknetzen versprechen.

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