Bericht der EU-Kommission: Autos in Deutschland besonders teuer

Bericht der EU-Kommission
Autos in Deutschland besonders teuer

Autos sind in Deutschland und Österreich laut einer neuen Übersicht der EU-Kommission besonders teuer - allerdings ohne Berücksichtigung der in den europäischen Ländern unterschiedlichen Steuern.

HB/dpa BRÜSSEL. Die Unterschiede der Vorsteuerpreise zu anderen Ländern der Eurozone betragen bis zu 42 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der jüngste Vergleich der Autopreise in Europa, den die EU-Kommission am Donnerstag in Brüssel vorlegte.

In Deutschland werden 37 von 84 untersuchten gängigen Modellen zu den höchsten Netto-Preisen in der Euro-Zone der zwölf Länder mit der Gemeinschaftswährung verkauft, schrieb die Kommission. So verlange Volkswagen für den Golf in Deutschland vor Steuern 32 Prozent mehr als in Finnland. In Finnland, Griechenland und den Niederlanden ermittelten die Preis-Beobachter der Kommission die günstigsten Vorsteuer-Angebote.

Bei den Kleinwagen müssen deutsche Kunden vom Ford Fiesta über Nissan Micra, Peugeot 206 und Seat Ibiza bis zum neuen VW Polo oft die höchsten Preise zahlen. So steht der Peugeot 206 mit 10 245 Euro in der deutschen Preisliste, während er in Griechenland vor Steuern nur 7690 Euro kostet.

Auch in der Mittelklasse sind die deutschen Autopreise meist einsame Spitze. Skoda verlangt hier laut Kommission für seinen Fabia 9990 Euro und damit 35 Prozent mehr als in Griechenland (7400 Euro). Der Nissan Almera steht mit 12 474 Euro in der deutschen Preisliste, das vergleichbare Modell wird wiederum in Griechenland für 3008 Euro weniger angeboten. Honda fordert für seinen Civic von deutschen Kunden verglichen mit dem finnischen Angebot einen Aufschlag von 32 Prozent. Ein Audi A3 mit 15 203 Euro Vorsteuerpreis in Deutschland ist 27 Prozent teurer als in Finnland (11 953 Euro).

In der gehobenen Mittelklasse wird für einen Skoda Octavia in Deutschland 42,5 Prozent mehr berechnet als in Finnland, für einen Honda Accord sollen deutsche Kunden ohne Steuern 35 Prozent mehr bezahlen als in Finnland. Ein VW Passat kostete 27 Prozent mehr als in Griechenland.

Die Kommission erhebt die Preise zwei Mal im Jahr. Laut der neuesten Untersuchung ist das Preisgefälle geringer als im vergangenen Herbst. Es gebe aber weiterhin keinen einheitlichen europäischen Automarkt. Die Kommission hatte erst im letzten Herbst den europäischen Autovertrieb mit einer neuen Verordnung neu geregelt, um den Wettbewerb anzukurbeln.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%