Bericht des Bundesforums Familie
Digitaler Graben in Deutschland

Der Zugang zum Computer ist in Deutschland ungleich verteilt. Rund 60 Prozent der deutschen, aber nur 30 Prozent der ausländische Jugendlichen haben einen PC.

dpa BERLIN. Insgesamt haben 35 Prozent der männlichen 14 bis 20-Jährigen einen Computer, aber nur 7 Prozent der weiblichen. Das geht aus einem Bericht "Familie und Medien" des Bundesforums Familie hervor, der am Donnerstag in Berlin Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD) übergeben wurde.

Das Familienforum, in dem 80 gesellschaftliche Gruppen zusammengeschlossen sind, forderte von der Politik, hier tätig zu werden. Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Freizeiteinrichtungen oder Familientagesstätten seien so auszustatten, dass Benachteiligungen aufgehöben werden.

Der Bundessprecher des Forums, Norbert Hocke, betonte zugleich, die "medial verbreiteten" Inhalte und Werte seien nicht immer geeignet, Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung zu fördern. Durch die Bluttat von Erfurt werde die Forderung unterstrichen, die bestehenden Instrumente des Kinder- und Jugendschutzes weiter zu entwickeln.

Bergmann wies darauf hin, dass der Bundesrat erst am letzten Freitag dem neuen Jugendschutzgesetz zugestimmt hat. Darin seien die Verbotskriterien für gewaltdarstellende Medien erweitert und verschärft worden. Auch seien die Kompetenzen der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien ausgeweitet worden. Jugendschutz sei aber nicht allein Aufgabe gesetzlicher Regelungen, sagte die Ministerin, sondern "auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe - von den Familien angefangen über die Schulen bis hin zum sozialen Umfeld".

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