Bericht des Wall Street Journal:
CIA spürte bin Laden schon vor einem Jahr auf

Amerikanische Spionageflugzeuge haben Osama Bin Laden vor einem Jahr in El Kaida-Lagern in Afghanistan entdeckt und Live-Bilder in die USA übertragen. Das berichtete das Wall Street Journal am Freitag. Weil die unbemannten Flugzeuge vom Typ Predator nicht mit Waffen ausgestattet und keine US-Bomber in der Nähe waren, sei ein Angriff unmöglich gewesen.

dpa WASHINGTON. Bin Laden, den die Amerikaner hinter den Terroranschlägen vom 11. September vermuten, war seit den Bombenanschlägen auf zwei US-Botschaften 1998 in Afrika mit über 200 Todesopfer im Visier des amerikanischen Geheimdienstes (CIA).

Die Dronen seien im Frühjahr 2000 erstmals eingesetzt worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Regierungsbeamte. Die US- Regierung wollte nach den verhinderten Anschlägen in den USA zum Jahreswechsel 1999/2000 mehr über die Aktivitäten in den Terrorlagern von El Kaida in Erfahrung bringen. Die Einsätze seien jedoch von Auseinandersetzungen über die Bewaffnung der Drohnen, die Finanzierung der Missionen und die Kommandostruktur für etwaige Angriffe überschattet gewesen. Sie wurden nach zwei Monaten gestoppt.

In den CIA-Büros in Langley im US-Bundesstaat Virginia sei auf den Videobildern mehrmals ein großer Mann mit Turban gesehen worden, der sich mit einer Entourage von zahlreichen Sicherheitsleuten bewegte. Die CIA-Experten seien überzeugt, dass es sich um bin Laden handelte, berichtete das "Wall Street Journal". Die knapp zehn Meter langen Dronen vom Typ Predator, die mit hochauflösenden Kameras Bilder aus 8000 Metern Höhe machen, wurden nach den Terroranschlägen erneut über Afghanistan eingesetzt. Sie sind inzwischen mit Hellfire- Raketen ausgestattet.

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