Bericht des Wehrbeauftragten
Penner sieht tiefsitzende Probleme der Streitkräfte

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Willfried Penner (SPD), hat die späte Unterrichtung von Soldaten über den Beginn ihrer Auslandseinsätze kritisiert.

dpa BERLIN. Die Betroffenen würden zu lange über Unklaren gelassen, die Informationen ließen zu wünschen übrig, sagte Penner bei der Vorstellung seines Jahresberichts 2001 am Dienstag in Berlin.

Außerdem wies Penner auf die anhaltend unterschiedliche Besoldung in Ost- und Westdeutschland hin. "Das geht nicht. Das hält die Bundeswehr auf Dauer nicht aus." Als "bitteres Thema" für die Soldaten bezeichnete er den Beförderungs- und Verwendungsstau. Auch der Zustand von Unterkünften und Kantinen verschlechtere sich weiter.

Schwerpunkte des Berichts sind die Bereiche Personalangelegenheiten, Menschenführung und Fürsorge. Insgesamt lag die Zahl der Eingaben und Beschwerden im Berichtszeitraum bei 4891 und damit etwas niedriger als im Vorjahr. In den ersten beiden Monaten des Jahres 2002 habe es allerdings bereits ein Viertel mehr Eingaben von Soldaten gegeben als im Zeitraum des aktuellen Berichts, sagte Penner.

Penner wies auf "gravierende Mängel" bei der Infrastruktur des Feldlazaretts Rajlovac der Schutztruppe SFOR in Bosnien hin. "Einzelne Unzulänglichkeiten" gebe es bei den Sicherheitsvorkehrungen für die in der afghanischen Hauptstadt Kabul eingesetzten Soldaten. Mängel gebe es auch bei der klimagerechten Ausstattung an Bord der am Horn von Afrika eingesetzten Schnellboote.

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