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Bericht: Firma von Pelé veruntreut Unicef-Gelder

Die Sportmarketing-Firma des früheren brasilianischen Fußballstars Pelé hat Presseberichten zufolge Gelder des UN-Kinderhilfswerks (Unicef) unterschlagen.

afp BRASILIA. Von 700 000 Dollar (1,54 Mill. DM/790 000 Euro), die das Unternehmen 1995 für die Organisation einer Benefiz-Veranstaltung erhalten hatte, seien mindestens 300 000 Dollar auf dem Konto von Pelés ehemaligem Teilhaber Helio Viana gelandet, berichtete die brasilianische Tageszeitung "Folha de Sao Paolo" am Sonntag. Dies gehe aus einem Geschäftsbrief an Pelés Anwalt hervor. Das Event zugunsten bedürftiger Kinder, für das die Firma das Geld bekommen hatte, habe zudem nie stattgefunden. Viana, der fast 20 Jahre lang die Geschäfte des Marketing-Unternehmens führte, bestritt die Vorwürfe.

Um die Firma der brasilianischen Fußball-Legende entwickelt sich derzeit offenbar ein millionenschwerer Finanzskandal. Pelé, der nach eigener Aussage mit den Finanzen seines Unternehmens nicht vertraut ist, beantragte kürzlich eine unabhängige Prüfung der Buchführung. Den ersten Ermittlungen zufolge zweigte Geschäftsführer Viana rund vier Mill. Dollar auf eigene Konten ab. Zudem habe die Firma Steuergelder unterschlagen, Geld in so genannte Steuerparadiese verschoben, mehrere Scheinunternehmen gegründet und Unterlagen zur Verlängerung eines Millionen-Darlehens gefälscht, wie die Zeitschrift "Veja" berichtete. Zumindest über die Urkundenfälschung sei Pelé informiert gewesen.

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