Bericht im "New Scientist"
Schmerzlos spritzen nach Moskito-Prinzip

Einen Moskitostich merkt man erst, wenn es zu spät ist - dieses Prinzip haben sich japanische Forscher bei der Entwicklung einer neuen Spritze zu Nutzen gemacht.

dpa LONDON. Mit einer winzig kleinen und gezackten Nadel soll das Blutabnehmen demnach künftig völlig schmerzlos sein, berichtet das britische Wissenschaftsjournal "New Scientist" in seiner jüngsten Ausgabe.

Seiji Aoyagi und Kollegen von der Kansai Universität in Osaka bauten dazu eine Nadel, die nur einen Millimeter lang und 0,1 Millimeter breit ist, indem sie winzige Scheiben Silizium-Dioxid in eine gezackte Form ätzten - ähnlich einem Moskito-Rüssel. Anders als bei der glatten Oberfläche einer herkömmlichen Spritzennadel, kommen bei der Neuentwicklung nur die winzigen Zacken in Hautkontakt. "Das reduziert die Nervenstimulation erheblich", sagt Aoyagi.

Bislang gelang es den Wissenschaftlern jedoch erst, winzige Mengen einer Testflüssigkeit durch eine hautähnliche Membran abzusaugen. Eine schmerzfreie Blutabnahme müsste somit derzeit noch mit großer Geduld bezahlt werden. Auch ist die Nadel bislang zu fragil. «Wenn ein Stück in der Haut abbricht, könnte sich ein Blutgerinnsel bilden», sagt Aoyagi. Bevor er die Moskito-Nadeln an Menschen ausprobiert, will er sie deshalb zunächst bruchsicherer machen.

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