Bericht in der Online-Ausgabe des "Wall Street Journal"
Hohe Strafe für falsche Aktienanalysen möglich

Die Strafen für Wall-Street-Firmen wegen irreführender Aktienanalysen während der Hausse der neunziger Jahre könnten mehr als eine Milliarde Dollar erreichen. Vertreter der New Yorker Generalstaatsanwaltschaft, der Wertpapier- und Börsenkommission SEC sowie andere Aufsichtsbeamte diskutierten derzeit die Einzelheiten und Höhe der Strafzahlungen, berichtete das "Wall Street Journal" am Freitag in seiner Online-Ausgabe.

HB/dpa NEW YORK. So werde gegen die weltgrößte Bank Citigroup eine Strafzahlung in Höhe von 500 Millionen Dollar erwogen. Für die Credit Suisse First Boston, eine Sparte der Credit Suisse Group, seien Strafen in Höhe von 200 Millionen Dollar im Gespräch, hieß es weiter. Außerdem wollten die Aufsichtsbehörden jeweils 75 Millionen Dollar an Strafen gegen die Goldman Sachs Group, Morgan Stanley, Lehman Brothers Holdings sowie gegen die Deutsche Bank AG, die UBS AG und Bear Stearns Cos. verhängen. Die Firmen nahmen nach Angaben der Zeitung zu den Plänen keine Stellung. U.S. Bancorp Piper Jaffray und Thomas sollten mit weniger als jeweils 60 Mill. Dollar bestraft werden.

Die vorgesehenen Zahlungen seien Teil eines umfassenden Vergleichs, der zu Änderungen bei der Weitergabe von Aktienanalysen an Kleinanleger führen könne. Die Aufsichtsbehörden diskutieren dem Bericht zufolge mit den Unternehmen einen Plan, in dessen Rahmen sie über fünf Jahre bis zu einer Milliarde Dollar für unabhängige Analysen zahlen sollen. Diese sollen neben den eigenen Analysen an die Kleinanleger weitergeleitet werden. Somit müssten die Firmen insgesamt mehr als zwei Milliarden Dollar zahlen.

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