Bericht über Fahrwerkproblem bei Überschallflugzeugen
Experten beraten über Wiederaufnahme der Concorde-Flüge

ap PARIS. Nach dem Concorde-Unglück beraten Ermittler und Experten über eine Wiederaufnahme der Überschallflüge in Frankreich. An der Sitzung im Pariser Verkehrsministerium sollten am Donnerstagnachmittag unter anderem Vertreter von Air France und der Flughafengesellschaft, der Behörde für Zivilluftfahrt sowie der neu eingerichteten Ermittlungseinheit "Concorde 95" teilnehmen. Unterdessen berichtete die amerikanische Tageszeitung "USA Today", möglicherweise habe ein technischer Defekt im Fahrwerk der Concorde den Absturz am 25. Juli in der Nähe von Paris verursacht. Dabei kamen 113 Menschen ums Leben.

Eine sofortige Entscheidung über die Wiederaufnahme wurde nicht erwartet. Das letzte Wort hat Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot, der am Mittwoch angedeutet hatte, die Flüge würden möglicherweise erst nach Veröffentlichung des Zwischenberichts Ende August fortgesetzt. Im Unterschied zu Air France setzt die Fluggesellschaft British Airways ihre Überschallflugzeuge bereits seit mehr als einer Woche wieder ein.

In "USA Today" vom Donnerstag hieß es, ein Teil im Concorde-Fahrgestell - ein Bestandteil des Wasserabweisers, der vor allem fuer Starts bei regnerischem Wetter wichtig ist - habe sich 1993 beim Start einer British-Airways-Maschine gelöst und einen Schaden am Tank verursacht. Die britische Fluggesellschaft habe daraufhin technische Veränderungen am Fahrgestell vorgenommen, so dass sich das Teil nicht mehr lösen könne, schrieb die Zeitung. Ob auch Air France dies getan habe, sei unbekannt.

Die neue Ermittlungsgruppe "Concorde 95", die am Mittwoch ihre Arbeit aufnahm, sprach nach den Worten ihres Chefs Xavier Mulot bereits mit 295 Zeugen. Mit der Einrichtung der 47-köpfigen Kommission soll die auf mehr als ein Jahr angelegte Untersuchung neu strukturiert werden. Die 44 Polizisten und Technikexperten sowie drei vom Ermittlungsrichter ernannte Rechtsspezialisten sollen unter anderem das Personal des Flughafens Charles-de-Gaulle und der Fluggesellschaften befragen.



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