Bericht von "Czerwensky intern"
"Showdown" beim Verband Mittelständische Wirtschaft

Bei der Wahl zum Präsidenten des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft (BVMW) am 29. November in Dresden wird es wohl zu einem regelrechten "Showdown" kommen.

HB/vwd FRANKFURT. Es stehen sich gegenüber: Der seit vier Jahren amtierende Präsident Mario Ohoven (56), gelernter Banker, Vorstand des Fondsvertriebs "Investor und Treuhand" und Autor des Buches "Die Magie des Power-Selling", auf der einen Seite; und Herausforderer Dr. Peter Schimitzek, Vorstandsvorsitzender der CSB AG-System in Geilenkirchen und Autor des Buches "Das effektive Unternehmen", auf der anderen Seite.

Die über 300 Mitglieder, die erwartet werden, sollten sich auf eine turbulente Bundesversammlung einstellen. Brisant wird es dann unter Top 8: "Wahl des Präsidenten und der Vizepräsidenten". Hier fordert Schimitzek Ohoven heraus.

"Ich rechne mir gute Chancen aus", sagt Schimitzek zu "Czerwensky intern". Wer alles zu seiner Fraktion zählt und welche Unternehmer nach einer möglichen Wahl mit ihm in den Vorstand ziehen werden, will Schimitzek nicht verraten. "Namen kann ich verständlicherweise derzeit nicht nennen. Ich werde aber von einer größeren Gruppe bekannter Unternehmer unterstützt", so Schimitzek, der nach seiner Lehre als Metzger ein Studium zum Dipl.-Betriebswirt an der Gesamthochschule/Universität Siegen absolvierte. Später folgte ein Zweitstudium als Dipl.-Volkswirt.

In über 20 Jahren baute Schimitzek die CSB-System zu einem internationalen Softwareunternehmen auf, das heute in 30 Ländern rund 500 Mitarbeiter beschäftigt und 2001 einen Umsatz von 60,3 Mill. EUR erzielte. Auf Grund seines Werdeganges und seiner Erfahrungen sieht sich der 53-Jährige, der Geschichte und Astronomie zu seinen Hobbys zählt, "bestens geeignet" die Geschicke des 54.000 Mitglieder starken Verbandes zu lenken. "Wir brauchen an der Spitze unseres Verbandes einen Unternehmer aus dem Mittelstand. Herr Ohoven ist kein typischer Mittelständler", betont der Software-Unternehmer, der Heinz Nixdorf und Josef Alois Schumpeter als Vorbilder nennt.

Es ist also ein offener Schlagabtausch zwischen Ohoven und Schimitzek zu erwarten. Als sicher gilt auch, dass derjenige das Rennen machen wird, der die Mitglieder in den wenigen Minuten Redezeit rhetorisch überzeugen kann. Angesichts der nicht ganz einfachen BVMW-Satzung kann es eine lange Nacht in Dresden werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%