Bericht zur EU-Arbeitsmarktreform
Deutschland muss mehr gegen Arbeitslosigkeit tun

In ihrem Bericht zur EU-Arbeitsmarktreform fordert die EU-Kommission die Bundesregierung auf, Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

dpa BRÜSSEL. Nachholbedarf habe Deutschland auch bei Angeboten zum lebenslangen Lernen sowie der Chancengleichheit von Frauen, heißt es in dem am Mittwoch in Brüssel verabschiedeten Bericht. Frauen seien benachteiligt, weil sie für gleiche Leistung weniger Lohn bekämen und Einrichtungen zur Kinderbetreuung fehlten. Die Kommission verlangte von Deutschland zudem Steuererleichterungen, damit Firmen neue Jobs schaffen würden.

Die Kommission forderte alle Regierungen der 15 EU-Staaten ebenso wie Wirtschaft und Gewerkschaften auf, den Arbeitsmarkt weiter zu reformieren. Dies sei besonders wichtig, weil sich das Wachstum der Weltwirtschaft verlangsame.

Laut Kommissionsbericht wuchs die Beschäftigung im Jahr 2000 in der EU so stark wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Arbeitslosenquote sei 2000 im Vergleich zum Vorjahr von 9,1 Prozent auf 8,2 Prozent zurückgegangen. Insgesamt waren 14,5 Millionen Menschen ohne Job. Die Behörde verwies aber auch auf strukturelle Schwächen des Arbeitsmarktes in Europa. Dazu gehöre die hohe Jugendarbeitslosigkeit von 16,3 Prozent an allen Erwerbspersonen sowie der hohe Anteil der älteren Arbeitnehmer an den Arbeitslosen.

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