Berichte über Plünderungen in der Bank: Mehr als 20 Tote bei schwerer Explosion in Nigeria

Berichte über Plünderungen in der Bank
Mehr als 20 Tote bei schwerer Explosion in Nigeria

In der nigerianischen Metropole Lagos sind am Sonntag durch eine heftige Explosion offenbar Dutzende Menschen getötet worden. Die Explosion ereignete sich in einem vierstöckigen Bankgebäude im Zentrum der Millionenstadt. Über die Zahl der Opfer gab es widersprüchliche Angaben.

Reuters LAGOS. Das Fernsehen berichtete, 50 Leichen seien geborgen worden. Sanitäter sagten, es habe mehr als 20 Tote gegeben. Das Fernsehen meldete, die Explosion sei durch eine Bombe ausgelöst worden. Von den Behörden gab es zunächst keine Information dazu. Die Fassade der Bank wurde durch die Druckwelle der Explosion weggerissen. Rettungsmannschaften und Helfer suchten in den Trümmern nach Opfern.

Der Knall war in vielen Teilen der Stadt zu hören. Zahlreiche Menschen versammelten sich vor dem zerstörten Gebäude der Prudent Bank. Sie wurden später von schwer bewaffneten Polizisten vertrieben, die Warnschüsse in die Luft abgaben und die Leute über Lautsprecher aufforderten, den Weg freizumachen.

Augenzeugen berichteten, dass die Stimmung aufgeheizt und gespannt gewesen sei. Einige Leute sollen in den Trümmern der Bank nach Geld gesucht haben. "Einer von ihnen hat eine Menge Geld gefunden", sagte ein Augenzeuge, "er nahm das Bündel und wollte es in die Menge werfen." Die anderen Leute hätten mit Steinen nach ihm geworfen. Unter den Menschen in den umliegenden engen Gassen nahe der zentralen Moschee brach mehrmals Panik aus.

Die Explosion ist der schwerste Zwischenfall in Nigeria seit Dezember, als ein Feuer eines der Hauptbüros der staatlichen nigerianischen Ölgesellschaft zerstört hatte. Im Januar des vergangenen Jahres starben bei einem Brand in einem Armeedepot mehr als 1000 Menschen. Das ölreiche Nigeria ist der bevölkerungsreichste Staat Afrikas. In den Land kam es in der Vergangenheit immer wieder zu schweren Auseinandersetzungen zwischen den Volksgruppen. Bislang galt es aber nicht als potenzielles Anschlagsziel extremistischer Gruppen.

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