Berichterstattung aus Kolumbien besonders gefährlich
62 Journalisten und Medien-Mitarbeiter im Jahr 2000 getötet

ap BRÜSSEL. 62 Journalisten und Medien-Mitarbeiter sind im Jahr 2000 bei der Ausübung ihres Berufes getötet worden. Diese Bilanz zog am Dienstag der Internationale Journalistenverband (IFJ) in Brüssel. Tag für Tag riskieren Journalisten im Dienste der freien Meinungsäußerung und der Aufdeckung von Missetaten ihr Leben, wie IFJ-Generalsekretär Aidan White bei der Vorstellung des Jahresberichts erklärte. "In jedem Winkel der Erde haben Journalisten einen schrecklichen Preis im Kampf für Demokratie bezahlt."

Der Jahresbericht der weltweit größten Journalistenorganisation listet 37 bestätigte Fälle von getötet Journalisten sowie 20 weitere Fälle auf, in denen noch Ermittlungen laufen. Außerdem wurden fünf Mitarbeiter von Medienorganisationen wie beispielsweise Fahrer getötet. Zu den Toten gehören auch der Kameramann der Fernsehnachrichtenagentur APTN, Miguel Gil Moreno de Mora, und der Reuters-Korrespondent Kurt Schork, die während der Berichterstattung über den Bürgerkrieg in Sierra Leone von Rebellen ermordet wurden.

Im Jahr 1999 waren 82 Journalisten und Medienmitarbeiter getötet worden, darunter allein 25 während der Kämpfe in Jugoslawien. Gefährlichstes Pflaster für Journalisten in diesem Jahr war Kolumbien, wo elf Journalisten getötet wurden - zumeist von linken Guerilleros oder rechten Todesschwadronen. In Russland starben acht Journalisten einen gewaltsamen Tod, drei davon in Tschetschenien.

Der IFJ vertritt 420 000 Medienmitarbeiter in der ganzen Welt. Die Organisation lobte die Entscheidung führender Medienorganisationen wie der Nachrichtenagenturen AP und Reuters, des Fernsehsenders CNN und des Rundfunksenders BBC, einen Sicherheitskodex für Reporter zu schaffen.



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