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Berlin dementiert Vermisstenzahlen

Nach den Terroranschlägen in New York und Washington gibt es nach Angaben des Auswärtigen Amtes in Berlin noch keine verlässlichen Opfer- oder Vermisstenzahlen über Menschen aus Deutschland.

dpa BERLIN/STUTTGART. Die Angaben des Innenministeriums in Baden-Württemberg über eine Vermisstenliste, auf der mehr als 700 Menschen registriert seien, stimmten so nicht, berichtete das Amt am Freitag auf Anfrage. "Wir haben auf der Hotline 15 000 bis 20 000 Anfragen besorgter Bürger", sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes, Andreas Michaelis. "Wir haben diese Zahl in einem systematischen Ausschlussverfahren immer weiter reduzieren können." Natürlich gebe es in diesem Verfahren eine jeweils aktuellen Arbeitsstand. "Dies bedeutet jedoch keine belastbare Aussage über mögliche Tote oder eine Schätzung der Vermisstenzahlen."

"Im Gegenteil: Wir sind seit dem Tag des Unglücks dabei diese Zahl stündlich im Verlauf der Recherchen zu reduzieren", sagte Michaelis. Manche als vermisst gemeldete Menschen würden wieder auftauchen, aber es werde dann vergessen, den Behörden Bescheid zu geben. Das Auswärtige Amt arbeite in der ganzen Angelegenheit eng mit dem Bundeskriminalamt und der Generalkonsulat in New York zusammen.

Michaelis sicherte zu, dass die Öffentlichkeit unterrichtet werde, so bald es belastbare Aussagen gebe.

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