Berlin überwintert als Vorletzter auf einem Abstiegsrang
Wenn pöbelnde Fans mit Brötchen werfen

Hertha BSC ist nach dem Trainerwechsel auf einen Abstiegsrang gerutscht - selbst die treuesten Anhänger haben das Team nun aufgegeben.

BERLIN. Dieter Hoeneß sagte nichts, er stand nur irritiert auf der Ballustrade vor der Mannschaftskabine in Köln und schaute zu den schimpfenden Berliner Fußballfans hinüber. Sein Kopf war gesenkt, er wendete sich ab. Hoeneß sah angeschlagen aus, wegen seiner roten Augen, und es entstand der Eindruck, der Manager von Hertha BSC würde jeden Moment beginnen zu weinen. Was ist nur los? Das ist doch sein Werk, soll jetzt wirklich alles kaputt sein?

Es war am Dienstagabend, die 0:3-Niederlage beim 1.FC Köln lag gerade eine halbe Stunde zurück, und die Angestellten von Hertha BSC trauten sich nicht aus der Kabine. An den Zäunen hingen die Fans, sie schmissen mit Brötchen, sie spuckten, sie waren voller Verachtung. "Ihr macht unsern Club kaputt, merkt ihr's nicht?"

Hertha überwintert als Vorletzter auf einem Abstiegsrang. Zwei Wochen nachdem Andreas Thom Trainer Huub Stevens abgelöst hatte, steht das Team schlechter da als zuvor. Symbolisch war die Szene in der 87. Minute: Herthas Torhüter Gabor Kiraly war unmotiviert aus dem Tor gelaufen, hatte den Kopfball des Kölners Matthias Scherz nicht verhindern können. Niko Kovac wollte retten - und schlug den Ball ins eigene Tor.

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