Berlin ziert sich noch mit einer Bewerbung
Bislang fünf deutsche Städte wollen Olympia 2012 ausrichten

Die Kandidaten hocken bereits in den Startblöcken, doch über die Favoritenrolle wird wohl erst auf der Zielgerade Klarheit herrschen: Fünf deutsche Städte und Regionen wollen sich bislang als Austragungsorte für die Olympischen Sommerspiele 2012 bewerben.

afp BERLIN. Der offizielle Startschuss für die Olympia-Bewerbungen von Düsseldorf, Hamburg, Leipzig, Stuttgart und Frankfurt am Main dürfte am Samstag fallen, wenn das Nationale Olympische Komitee (NOK) auf seinem Kongress in Hamburg grundsätzlich über eine deutsche Kandidatur entscheidet. Als sechster Kandidat könnte dann in den kommenden Wochen noch Berlin hinzukommen, auch wenn sich die Hauptstadt noch ziert. Wer im Kandidatenrennen um die deutsche Olmypiabewerbung letztlich die Nase vorn hat, wird das NOK aber erst im April 2003 entscheiden.

AFP dokumentiert im Folgenden den Vorbereitungsstand in den Bewerberstädten.

DÜSSELDORF:

Nordhein-Westfalens Landeshauptstadt führt eine Bewerbung von insgesamt zwölf Städten an, die die Spiele an Rhein und Ruhr holen wollen. Dabei führen die Nordrhein-Westfalen vor allem die gute Infrastruktur der Region und deren Bevölkerungsreichtum ins Feld: Knapp zehn Millionen Menschen leben hier. Eine Machbarkeitsstudie hebt zudem hervor, dass im größten Ballungsraum der Republik bereits viele Sportstätten vorhanden sind. Als Standort des Olympiastadions ist Düsseldorf vorgesehen. HAMBURG: Die Bewerbung der Hansestadt, die am 23. Oktober offiziell verkündet wurde, steht unter dem Motto "Olympische Spiele am Wasser". Unterstützung finden die Hamburger bei allen norddeutschen Bundesländern. Mindestens 20 Sportstätten müssten neu gebaut werden. LEIPZIG: Unter dem Leitmotiv "Olympia in Sachsen - eine Chance für Deutschland" geht die sächsische Großstadt an den Start. Die Bewerbung wurde am 17. Oktober einstimmig von der Ratsversammlung beschlossen; mit einbezogen werden sollen die Partnerstädte Chemnitz, Dresden und Riesa sowie Halle. Das Olympiastadion mit 75 000 Plätzen, das Olympische Dorf und das Medienzentrum sollen in Leipzig angesiedelt werden. Die Sachsen wollen vor allem mit ihrer Lage "im Herzen Europas" werben, die sie nach der Osterweiterung der Europäischen Union innehaben werden.

STUTTGART: Die Schwaben-Metropole kann bei ihrer Bewerbung auf die Unterstützung von nahezu 80 Kommunen bauen, darunter auch Städte aus dem benachbarten Baden. Eine Machbarkeitsstudie soll in Auftrag gegeben werden, die im Frühjahr vorliegen dürfte. "Wir wollen ein Olympia der kurzen Wege", sagte eine Stadtsprecherin.

FRANKFURT AM MAIN: Die hessische Metropole setzt auf die Mitwirkung einer Vielzahl von Städten aus dem Großraum, darunter Wiesbaden, Mainz, Rüsselsheim, Darmstadt und Aschaffenburg. Ähnlich wie in Stuttgart streben die Organisatoren in ihrer Bewerbungsstudie jedoch zugleich kurze Wege für Besucher und Sportler an. Die meisten Sportstätten sollen innerhalb von dreißig Minuten vom Olympischen Dorf unweit der Frankfurter Messe mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein. Auch das Olympiastadion für 80 000 Zuschauer soll in Frankfurt gebaut werden.

BERLIN: Bislang hat sich die Hauptstadt noch nicht endgültig entschieden, ob sie noch einmal ins Rennen um die Olympischen Spiele gehen soll. In schmerzlicher Erinnerung dürfte noch die gescheiterte Bewerbung für Olympia 2000 sein. Dennoch ist ein zweiter Versuch keineswegs ausgeschlossen. Sportstaatssekretär Thomas Härtel (SPD) zeigte sich jüngst zuversichtlich, dass Berlin sich noch in die Kandidatenliste einreiht.

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