Berlin zu Hilfe bereit: Schröder über nahes Kriegsende erleichtert

Berlin zu Hilfe bereit
Schröder über nahes Kriegsende erleichtert

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich erleichtert über das nahende Ende des Golfkriegs gezeigt. "Jeder Tag, den der Krieg früher zu Ende geht, ist ein besserer Tag", sagte er am Mittwoch in Berlin. Gleichzeitig machte Schröder deutlich, dass er von einer Führungsrolle der UN beim Wiederaufbau Iraks ausgehe.

HB/dpa BERLIN. Schröder begrüßte den Vormarsch der Truppen der USA und Großbritanniens in Bagdad uneingeschränkt. Dies sei eine erfreuliche Entwicklung, sagte er am Mittwoch nach einem Treffen mit dem ukrainischen Ministerpräsidenten Viktor Janukowitsch in Berlin. Der baldige Sieg werde erhofft und sei natürlich auch erwünscht, betonte der Kanzler.

Die Grünen haben den tödlichen Beschuss von drei Journalisten durch US-Streitkräfte in Bagdad verurteilt und eine unabhängige Untersuchung gefordert. Sollte es sich um einen gezielten Angriff gehandelt haben, müssten die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden, erklärten der außenpolitische und der sicherheitspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Ludger Volmer und Winfried Nachtwei in Berlin.

Der US-Botschafter in Deutschland, Daniel Coats, hat bei einem Besuch des ZDF in Mainz eine gründliche Untersuchung des Angriffs auf das von Journalisten bewohnte Hotel "Palestine" in Bagdad angekündigt.

Nach den Worten Schröders muss nach Kriegsende alles getan werden, um für rasche Stabilität in der Region zu sorgen. Dabei müsse das irakische Volk über seine politische und ökonomische Existenz selbst entscheiden, sagte der Kanzler. Eine zentrale Rolle komme dabei den Vereinten Nationen zu. Ähnlich hatte sich auch Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) geäußert.

Schröder wandte sich gegen Kritik an dem Dreiertreffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin und Frankreichs Staatschef Jacques Chirac an diesem Freitag in St. Petersburg. Es könne nicht kritisiert werden, dass die drei Länder in der Irak-Frage eine gemeinsame Position hätten.

FDP-Chef Guido Westerwelle zeigte sich erleichtert und erfreut über das nahende Ende der militärischen Kampfhandlungen und dem Zusammenbruch des Saddam-Regimes. "Deutschland hat eine mitmenschliche Pflicht, sich zügig an humanitären Hilfslieferungen für die irakische Zivilbevölkerung zu beteiligen", sagte er. FDP - Fraktionsvorsitzende Wolfgang Gerhardt warnte die Bundesregierung davor, die Federführung beim Aufbau einer Nachkriegsordnung im Irak zu einer "Prestigefrage " zu machen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%