Berliner PDS-Spitzenkandidat will sparen
Gysi strebt für 2006 Koalition mit SPD an

Der Berliner Spitzenkandidat der PDS, Gregor Gysi, strebt für die Bundestagswahl 2006 eine Koalition seiner Partei mit der SPD an.

ap DÜSSELDORF. Er habe die klare Haltung, dass die PDS mittelfristig solche Mitte-Links-Konstellationen anstreben solle, sagte Gysi der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Freitagausgabe). "2006 halte ich auch für ein realistisches Datum für eine PDS-SPD-Koalition."

Für Berlin plant der Kandidat für das Amt des Regierenden Bürgermeisters eine rigorose Finanzpolitik. "Es mag neoliberal klingen, aber wir müssen die staatlichen Aufgaben auf das Notwendige konzentrieren." Verwaltungsaufgaben müssten so gestrafft werden, dass mit weniger Beschäftigten im Öffentlichen Dienst Aufgaben bürgernäher gestaltet werden könnten.

Zum 40. Jahrestag des Mauerbaus lehnte Gysi eine Entschuldigung seiner Partei erneut als unangemessen ab. "Es wäre zu billig, zu selbstgerecht und nicht glaubwürdig." Schuld sei für ihn "höchst persönlich", die heutigen Galionsfiguren der type="unknownISIN" value="PDS">PDS seien aber 1961 noch gar nicht geboren oder noch Kinder gewesen. Allerdings gehöre er einer Partei an, die in ihrer Geschichte eine Menge mit dem Mauerbau zu tun habe, insofern trage er Mitverantwortung auch für die Aufarbeitung. "Auch für die massive Auseinandersetzung mit denjenigen, die immer noch versuchen, die Mauer zu rechtfertigen". erklärte Gysi.

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