Berliner SPD äußert Bedenken gegen Vertrag für Pawlowski
Landesbank Berlin bestellt neuen Chef

Die personelle Erneuerung der kriselnden Bankgesellschaft Berlin kommt voran. Der Aufsichtsrat der Konzern-Tochter Landesbank Berlin (LBB) bestellte am Mittwoch Norbert Pawlowski zum neuen Vorstandsvorsitzenden.

ddp/vwd BERLIN. Er wird sein Amt mit sofortiger Wirkung aufnehmen. Die Entscheidung fiel einstimmig, teilte das Unternehmen mit. Über die Dauer des Vertrages gab es keine Angaben. Pawlowski war bislang für das Controlling des Konzerns verantwortlich. Er löst Ulf-Wilhelm Decken ab, der über zweifelhafte Fondsgeschäfte gestolpert war und seinen Posten Ende Februar geräumt hatte.

Aus der Führungsriege der mehrheitlich landeseigenen Bankgesellschaft sind bislang fünf Top-Manager ausgeschieden, darunter auch CDU-Fraktionschef Klaus Landowsky, der sein Amt als Berlin Hyp-Boss aufgab. Nach Zeitungsberichten sind zudem drei weitere leitende Angestellte von ihren Posten entbunden worden.

Pawlowski soll bis zum Ende seines Vertrages beim Bank-Konzern Mitte 2002 eine Doppelfunktion als Bankgesellschafts-Vorstand und LBB-Chef ausüben. Das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen in Bonn, das derzeit die Geschäfte des Konzerns durchleuchtet, hatte unter der Bedingung zugestimmt, dass Pawlowski danach alleine als LBB-Vorstandsvorsitzender fungiert. Die Berliner SPD, die durch drei Politiker im Aufsichtsrat vertreten ist, hatte Bedenken gegen einen langfristigen Vertrag für Pawlowski angemeldet, solange die Prüfungen der Bankenaufsicht noch nicht abgeschlossen seien.

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