Berlusconis Bündnis verliert offenbar bei Kommunalwahlen
Gelbe Karte für Berlusconi-Bündnis

Bei den Kommunalwahlen in einigen Teilen Italiens ist das seit knapp einem Jahr in Rom regierende Mitte-Rechts-Bündnis von Ministerpräsident Silvio Berlusconi offenbar hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

dpa ROM. Nach den Wählerbefragungen, die am Montag unmittelbar nach der Schließung der Wahllokale um 15.00 Uhr veröffentlicht wurden, schnitten die Mitte-Links-Kandidaten in mehreren größeren Städten besser als erwartet ab. In Genua, der größten Stadt, in der das Gemeindeparlament erneuert wurde, lag das bisher regierende Mitte-Links-Bündnis Ulivo klar vorn. Nach diesen Befragungen errang es mit rund 60 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit.

In der toskanischen Stadt Pistoia kam das Linksbündnis danach auf mehr als 60 Prozent der Stimmen. Die Mitte-Rechts-Koalition von Ministerpräsident Silvio Berlusconi führte hingegen in Verona und Reggio Calabria. Allerdings war unklar, ob sie dort die absolute Mehrheit errungen hat. In Gemeinden mit mehr als 15 000 Einwohnern, in denen kein Bürgermeister-Kandidat die absolute Mehrheit erringt, finden in zwei Wochen Stichwahlen statt. Mehr als zwölf Millionen Menschen waren zu den Urnen gerufen. Das entspricht etwa einem Viertel der gesamten Wählerschaft. In fast 1000 Kommunen wurden die Gemeindeparlamente erneuert. Allerdings waren bis auf Genua, Verona und Parma keine Großstädte darunter. Außerdem wurden zehn Provinzvertretungen neu bestimmt. Die Wähler konnten am Sonntag und am Montag ihre Stimme abgeben.

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