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Berna kann Gewinn deutlich steigern

Der Gewinn des Schweizer Impfstoffherstellers Berna Biotech hat sich im ersten Halbjahr 2002 dank eines massiv höheren Finanzergebnisses auf 9,3 Millionen sfr von 0,7 Millionen im Vorjahreszeitraum vervielfacht.

Reuters BERN. Operativ auf Stufe Ebitda steigerte Berna laut Angaben vom Mittwoch bei einem 8,6 Prozent höheren Umsatz von 77,4 Millionen sfr das Ergebnis um 36,1 Prozent auf 9,6 Millionen sfr.

Rhein Biotech, deren Akquisition Anfang August abgeschlossen wurde, soll rückwirkend per 15. Juli konsolidiert werden, hiess es weiter. Inklusive Rhein rechnet das Unternehmen in diesem Jahr mit einem Impfstoffumsatz von rund 200 Millionen sfr. Eine Gewinnprognose wollte Berna-Konzernchef Kuno Sommer bei einer Telefonkonferenz nicht abgeben. Berna wolle erst alle mit der Transaktion verbundenen Aufwendungen analysieren und dann Ende Oktober über Erwartungen des integrierten Unternehmens informieren, sagte der Berna-Chef.

Für Berna alleine rechnet Sommer 2002 bei einem Umsatzrückgang auf rund 180 Millionen sfr mit einer Ebitda-Marge von über zehn Prozent. Im Vorjahr hatte Berna bei 303,8 Millionen sfr Umsatz ein Ebitda von 75,8 Millionen sfr oder eine Marge von 25,0 Prozent erzielt. Berna hatte im zweiten Semester 2001 aufgrund der Anschläge vom 11. September ausserordentliche Verkäufe im Bereich Pockenimpfstoff erzielt.

2005 soll das fusionierte Unternehmen dann bei einem Umsatz von rund 300 Millionen Euro oder 450 Millionen sfr eine Ebitda-Marge von 20 bis 25 Prozent erreichen, sagte Sommer und bekräftigte damit frühere Prognosen.

Berna hält nach Abschluss der Rhein-Übernahme 92,2 Prozent an dem Unternehmen. Rhein soll vom Neuen Markt der Frankfurter Börse an den Geregelten Markt wechseln und schliesslich dekotiert werden. Ein weiteres Übernahmeangebot für die noch im Streubesitz befindlichen Rhein-Aktien wird es nicht geben.

Berna-Chef Sommer sagte, die Integrationskosten für Rhein würden maximal bei 20 Millionen Euro liegen. Bisher war das Unternehmen von bis zu 25 Millionen Euro ausgegangen.

Berna hat die Rhein-Übernahme zum Teil in bar und zum Teil in eigenen Aktien bezahlt. Für die Transaktion wurden 5,3 Millionen neue Berna-Aktien ausgegeben und 185 Millionen sfr Barmittel eingesetzt.

An der Börse stiegen die Berna-Aktien bis Mittag um 5,1 Prozent auf 17,40 sfr. Der Gesamtmarkt tendierte 2,4 Prozent fester und der DJ StoxHealthcare-Index war 1,1 Prozent fester.

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