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Bertelsmann und Vivendi gründen Sportrechte-Firma

Die beiden konkurrierenden Medienkonzerne Bertelsmann und Vivendi bündeln ihre Geschäfte mit internationalen Sportrechten zu einem der europaweit führenden Anbieter in diesem Bereich.

Reuters HAMBURG. Zusammengelegt würden die Rechtevermarkter UFA Sports der von Bertelsmann kontrollierten RTL Group und das Sportrechte- Unternehmen Sport Plus des Vivendi-Bezahlsenders Canal Plus, teilten die Unternehmen am Dienstag in Luxemburg und Paris mit. Zu dem neuen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mehr als 570 Mill. ? gehöre auch die französische Vermarktungsagentur JC Darmon.

Das geplante Gemeinschaftsunternehmen wird den Angaben zufolge in der Transaktion mit 1,1 Mrd. ? bewertet. Es verfüge weltweit über Fernseh- und Vermarktungsverträge mit mehr als 320 Fußballclubs, darunter Borussia Dortmund, Galatasaray Istanbul und Spartak Moskau. Es habe ebenfalls Verträge mit mehr als 40 nationalen Fußballvereinigungen und führenden europäischen Fußball-Ligen und sei auch in Sportarten wie Tennis und Handball engagiert. Auf Basis der Pro-Forma-Ergebnisse vom vergangenen Jahr erziele das neue Unternehmen einen Gewinn vor Steuern und Abschreibungen (Ebita) von 49 Mill. ?, hieß es weiter.

RTL und Canal Plus halten den Angaben zufolge an dem geplanten Gemeinschaftsunternehmen je zwischen 39,5 und 46,6 % der Anteile. Die genaue Beteiligung sei abhängig vom Ergebnis des Angebots an die Minderheitsaktionäre der Vermarktungsagentur JC Darmon. Darmon halte an dem neuen Unternehmen fünf Prozent der Anteile, 1,8 % würden als eigene Aktien gehalten. Firmengründer Darmon hatte bis jetzt 36,8 % an der französischen Agentur gehalten, die zu 28 % der RTL Group gehört.

Darmon übernehme als Chairman und CEO die Führung des gemeinsamen Sportrechte-Vermarkter mit Hauptsitz in Paris. Bernd Hoffmann von Ufa Sports und Jerome Valcke von Sport Plus würden zu Chief Operating Officers (COO) ernannt. Der Name des neuen Unternehmens stehe noch nicht fest. Die Transaktion unterliege noch den üblichen Auflagen, darunter die Genehmigung der Aufsichtsgremien und die Zustimmung der Kartellbehörden.

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