Bertrandt fällt um 14 % - Micrologica legt um 15 % zu
Leichte Verluste am Neuen Markt

Befürchtungen einer erneuten Nasdaq-Talfahrt haben den Neuen Markt belastet.

Reuters FRANKFURT. Befürchtungen einer erneuten Talfahrt der US-Technologiebörse Nasdaq haben den Frankfurter Neuen Markt am Mittwoch bei sehr ruhigem Geschäft belastet. Die positiven Nasdaq-Futures würden zwar auf eine freundliche Eröffnung der amerikanischen Technologiebörse hindeuten, sagte ein Händler. Doch sei der Indikator mit einem Zuwachs von 7,50 Punkten nicht mehr ganz so kräftig im Plus, wie zu Handelsbeginn in Frankfurt. Der Nemax-50-Index der 50 größten Titel des Marktsegments gab seine Auftaktgewinne ab und zeigte sich bis gegen 12.45 Uhr 1,15 % auf 5749 Punkte niedriger. Der alle Werte umfassende Nemax-Index gab ebenfalls gut ein Prozent auf 5137 Zähler nach.

Deutliche Kursverluste verzeichneten wie auch schon am Vortag die Titel der Bertrandt AG, die sich um 14 % auf 11,70 Euro verbilligten. Händler machten für den Kursrückgang Nachwirkungen der Gewinnwarnung vom Montagabend verantwortlich. Der Ingenieurdienstleister ist eigenen Angaben zufolge im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hinter den eigenen Planungen zurückgeblieben und hatte daraufhin die Prognosen für das Gesamtjahr gesenkt.

Nach einer Korrektur der Umsatzerwartungen für das Geschäftsjahr 2000 verbilligten sich die Titel von Update.com um rund elf Prozent auf 10,70 Euro. Schlechte Unternehmensnachrichten würden vom Markt sofort abgestraft, sagte ein Marktteilnehmer.

Die Bekanntgabe eines neuen Finanzvorstandes konnte den Titeln der Fantastic Corp. keinen Auftrieb verleihen. Die Papiere verloren 12,21 % auf 6,54 Euro. Nach der Gewinnwarnung in der vergangenen Woche hätten die Investoren das Vertrauen in den Wert verloren. Da ändere auch ein Austausch des Finanzchefs wenig, sagte ein Händler.

Gefragt waren hingegen die Aktien der Micrologica AG, die 15 % auf 12,58 Euro zulegten. Die Softwarefirma habe einen Großauftrag von der Iduna Bausparkasse erhalten. Ebenfalls freudlich präsentierten sich Haitec (plus fünf Prozent auf 22,30 Euro). Investoren honorierten die guten Halbjahreszahlen des Unternehmens, sagte ein Händler. Haitec habe in den ersten sechs Monaten 2000 den Umsatz um 65 % gesteigert.

Im Handel per Erscheinen ist das Geschäft nach Händlerangaben ruhig verlaufen. Aufgrund von Verkäufen institutioneller Investoren seien die Aktien von eJay, die am Mittag mit 4,30 zu 5,00 Euro taxiert wurden, unter Druck geraten, sagte ein Händler der Börsenmakler Schnigge AG. Die Zeichnungsfrist für die in einer Spanne von vier bis fünf Euro angebotenen Aktien läuft am Freitag aus.

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