Berufliche Absicherung hat Priorität
Berufsunfähigkeitsrente oder "Riester-Rente"?

Bei der bereits Monate andauernden Diskussion über Nutzen und Details der staatlich geförderten Altersvorsorge per Riester-Rente ist der Schutz gegen die Wechselfälle des Lebens bei vielen Verbrauchern in den Hintergrund geraten.

vwd LEIPZIG. Wer aber bei seiner Lebensplanung mögliche Zwischenfälle wie Krankheit oder Unfall nicht einkalkuliert, hat vielleicht eines Tages durch den damit verbundenen Einkommensverlust nicht das nötige Geld für den Aufbau einer Altersvorsorge, warnen die Experten der Verbraucher-Zentrale Sachsen. Sie raten deshalb: Wer "Riester-Rente" und Berufsunfähigkeitsversicherung finanziell nicht gleichzeitig bewältigen kann, sollte der Absicherung für den Fall einer Berufsunfähig die Priorität geben.

Eineinhalb Jahre nach den drastischen Einschnitten beim gesetzlichen Berufsunfähigkeitsschutz haben viele Verbraucher noch keine private Vorsorge getroffen, konstatieren die Experten. Ein Grund dafür ist möglicherweise bei Berufstätigen die fehlende Zeit, sich mit schwierigen Fragen auseinander zu setzen. Doch gerade bei jüngeren Leuten kann sich das bitter rächen, betonen die Verbraucherschützer.

Sicher ist es nicht einfach, eine günstige Berufsunfähigkeitsversicherung zu finden. Wer dabei nur auf die Versicherungsprämie schaut, erlebt im Schadenfall mit großer Wahrscheinlichkeit böse Überraschungen. Deshalb sollten vor Vertragsabschluss die Versicherungsbedingungen genau unter die Lupe genommen werden, raten die sächsischen Experten. Da kommt es beispielsweise darauf an, ob der Versicherer im Zusammenhang mit der Anerkennung der Berufsunfähigkeit die Ausbildung und die Erfahrung des Versicherungsnehmers berücksichtigt, welche Verweisungsmöglichkeiten in andere Berufe vorgesehen sind und ob die Rentenzahlung auch rückwirkend gewährt wird.

Ebenfalls sehr wichtig ist, ob und wie der Beitrag während der Berufsunfähigkeitsprüfung gestundet wird und nach welcher Frist der Versicherer auf einen Rücktritt vom Vertrag verzichtet. Um diese und weitere Knackpunkte in den Versicherungsbedingungen aufzuspüren, sollten Verbraucher die Hilfe unabhängiger Experten in Anspruch nehmen, empfiehlt die Verbraucher-Zentrale.

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