Berufung abgelehnt
Telegate gewinnt gegen die Deutsche Bahn

Der Auskunftsdienstleister Telegate hat im Prozess gegen die Deutsche Bahn einen vorläufigen Sieg errungen und darf nun wieder Fahrplan-Informationen an seine Kunden weitergeben.

rtr MÜNCHEN. Ein Sprecher des Oberlandesgerichts Köln (OLG) sagte am Freitag auf Anfrage, die Bahn habe in der Berufungsverhandlung einen Antrag auf einstweilige Verfügung zurückgezogen. Die DB hatte zuvor per einstweiliger Verfügung der am Neuen Markt gelisteten Telegate untersagt, Auskünfte über ihre Fahrpläne zu erteilen. Dagegen hatte der Telefondienstleister Berufung eingelegt. Nun könne der Service, der wöchentlich von rund 10.000 Kunden genutzt werde, wieder angeboten werden, erklärte Telegate. Der OLG-Sprecher betonte allerdings, eine Entscheidung in der Hauptsache sei noch nicht gefallen. Das Verfahren schwebe nach wie vor vor dem Landgericht Köln.

Die Auswirkungen der Entscheidung auf Umsatz und Ertrag wollte ein Telegate-Sprecher auf Anfrage nicht beziffern. Diese seien aber keinesfalls erheblich, sagte er. Vielmehr gehe es dem Unternehmen darum, über diese Dienstleistung die Markenbindung der Kunden zu erhöhen. Telegate sei durchaus bereit, mit der Deutschen Bahn eine Lizenzvereinbarung zu treffen. Bislang habe man aber keine Reaktion auf entsprechende Vorschläge erhalten. Vor dem Hintergrund der zurückgezogenen einstweiligen Verfügung sei Telegate für das Hauptsacheverfahren aber zuversichtlich. Die Telegate-Aktie lag am Freitagnachmittag in einem festen Gesamtmarkt mit 2,50 Euro um 4,17 Prozent im Plus.

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