Berufungsgericht kritisiert erste Instanz
Teilung Microsofts gerät ins Wanken

Dass der Softwarekonzern Microsoft einer Teilung entgeht, wird immer wahrscheinlicher. Die Richter des Berufungsgerichts in Washington kritisierten Richter Thomas Penfield Jackson scharf, der in erster Instanz das Aufspaltungsurteil gegen Microsoft ausgesprochen hatte.

siri HB NEW YORK. Jackson habe durch seine Äußerungen während des Verfahren die Integrität des Justizsystem gefährdet, sagte der Vorsitzende Richter des Berufungsgerichts, Harry Edwards.

Jackson hatte im vergangenen Jahr seine Meinung über Microsoft schon vor der Urteilsverkündung in vertraulichen Gesprächen mit Journalisten kundgetan. Danach bezeichnete Jackson die Microsoft-Führungsspitze als "nicht erwachsen", Microsoft-Gründer Bill Gates verglich er mit Napoleon.

Jetzt wird der Schuldspruch Jacksons im Monopolverfahren gegen Microsoft angezweifelt: "Ich glaube nicht, dass es zu einer Teilung kommen wird", sagt der US-Rechtsprofessor William Kovacic. Wenn das Berufungsgericht der Meinung ist, Jackson sei voreingenommen gewesen, kann ihm der Fall entzogen werden. Fällt das Urteil noch harscher aus, kann es zu einer Neuverhandlung kommen.

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