„Beschäftigen uns mit Thema“
Pokalspiele eventuell als Doppelpack

Im deutschen Fußball wird derzeit ein Pokal-Novum diskutiert. Im Viertelfinale des DFB-Pokals könnten am 5. Februar mit dem FC Bayern München und dem TSV 1860 München erstmals zwei Bundesligisten in einer Doppel-Veranstaltung im Olympiastadion nacheinander ihre Spiele austragen.

HB/dpa MÜNCHEN. "Wir beschäftigen uns mit dem Thema. Der Gedanke kam vom DFB. Zu gegebener Zeit wird der DFB mit allen Beteiligten sprechen", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß am Freitag.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hielt sich zu den Überlegungen noch bedeckt. "Das ist eine von mehreren Varianten. Wir werden wie immer gemeinsam mit allen Vereinen nach einer Lösung suchen", sagte Pressesprecher Harald Stenger.

Im Viertelfinale haben alle drei Münchner Vereine Heimrecht. Neben den Bundesligisten FC Bayern gegen den 1. FC Köln und TSV 1860 gegen Werder Bremen empfängt Regionalligist SpVgg Unterhaching Bayer 04 Leverkusen. Nach den Überlegungen könnten die "Löwen" ihr Spiel gegen Bremen um 17.30 Uhr austragen und anschließend um 20.15 Uhr der deutsche Rekordmeister gegen Köln antreten. Unterhaching würde sein Spiel dann am 4. Februar austragen müssen. Der SV Werder Bremen hatte 1984 im Pokal seine Amateurmannschaft und anschließend die Profis hintereinander spielen lassen.

Allerdings stößt die Idee bei den Münchner Lokalrivalen offenbar nicht auf besonders großes Interesse. Der FC Bayern will den Doppelpack laut Hoeneß nicht unbedingt forcieren. Bei den "60ern" wird sogar Ablehnung laut. "Das ist alles noch absolut unausgegoren", sagte Präsident Karl-Heinz Wildmoser. Besonders der Charakter eines "Vorspiels" seines Vereins vor dem großen Nachbarn stört den Vereinschef. "Es ist gut, wenn beide Spiele im Fernsehen übertragen werden, aber wir haben die attraktivere Partie", so Wildmoser.

Probleme könnten besonders Sicherheitsbedenken wegen der vier verschiedenen Fangruppen bereiten. Zudem müssten die Werbebanden kurzfristig gewechselt werden. Sorge bereitet auch der Rasen, der beim zweiten Spiel nicht mehr die erforderlich Qualität haben könnte. Befürworter erhoffen sich mehr Zuschauereinnahmen. Zuletzt waren im Pokal-Achtelfinale beim Schlager des FC Bayern gegen Schalke 04 nur 20 000 Besucher gekommen. Das Spiel der "Löwen" gegen Rot-Weiß Oberhausen wollten nur gut 4000 Fans sehen.

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