Beschäftigte drohen mit Warnstreiks: Heideldruck ruft nach Einigungsstelle

Beschäftigte drohen mit Warnstreiks
Heideldruck ruft nach Einigungsstelle

Im Konflikt um den geplanten drastischen Stellenabbau am Standort Kiel hat die Heidelberger Druckmaschinen AG die Einigungsstelle angerufen. Damit reagierte der weltgrößte Hersteller von Druckmaschinen am Mittwoch auf die Forderung der IG Metall, bis zum Nachmittag Verhandlungen über einen Tarifvertrag aufzunehmen.

HB/dpa HEIDELBERG/KIEL.Andernfalls werde es am Donnerstag und Freitag die Urabstimmung für einen Streik geben, hatte die Gewerkschaft gedroht. In Kiel sollen 570 Stellen durch die Verlagerung der Produktion von Digitaldruckmaschinen in den USA gestrichen werden.

Die Einigungsstelle habe drei Verhandlungstermine festgelegt, um Gespräche über einen Interessenausgleich zu führen, teilte das Unternehmen mit. Dabei handele es sich um den 26. und 28. März sowie den 3. April. Der Vorsitzende der Stelle sei der Richter des Landesarbeitsgerichtes Hamburg, Helmut Nause.

Am Montag waren etwa 600 Beschäftigte im Kieler Werk in einen Warnstreik getreten. Nach Einschätzung der Gewerkschaft ist das Werk gut ausgelastet und weltweit konkurrenzfähig. Nach dem Willen von Heideldruck sollen an dem Standort nach der Umsetzung des Sparkonzeptes noch rund 660 Arbeitsplätze überwiegend in den Bereichen Entwicklung und Service bestehen bleiben.

Das Heidelberger Unternehmen hatte im Oktober angekündigt, weltweit 2 200 Stellen zu streichen, davon 1 800 in Deutschland. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2002/2003 (31. März) war die Mitarbeiterzahl bereits um rund 1 500 auf 24 700 reduziert worden.

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