Beschäftigte zwischen Hoffen und Bangen
Mobilcom-Mitarbeiter demonstrieren für ihre Jobs

Rund 1 700 Beschäftigte der Mobilcom AG haben am Donnerstagmittag vor der Hauptverwaltung des Unternehmens in Büdelsdorf für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Unter dem Motto "Es ist 1 Minute vor 12" hatten der Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall zu einer Kundgebung aufgerufen.

ddp BÜDELSDORF. "Egal, ob France Télécom uns in Zukunft finanziert oder nicht, wir wollen endlich wissen, wie es weiter geht", sagte Thomas Schrader vom Betriebsrat der Mobilcom. Die Angestellten des Mobilfunkunternehmens interessiere vor allem, welche Standorte und Bereiche möglicherweise geschlossen und wie viele Arbeitsplätze abgebaut würden.

Für das Büdelsdorfer Mobilfunkunternehmen Mobilcom haben sich die Überlebenschancen offenbar drastisch verschlechtert. Nach französischen Medienberichten hat der Verwaltungsratsvorsitzende des Großaktionärs France Télécom, Michel Bon, das französische Finanzministerium offensichtlich davon überzeugt, eine Insolvenz von Mobilcom nicht aufzuhalten. Ursprünglich war vorgesehen, dass der französische Konzern einen Ende Juli fällig gewordenen Bankkredit über 4,7 Milliarden Euro für Mobilcom übernimmt. Im Gegenzug sollte France Télécom die Mehrheit der Mobilcom-Anteile vom Unternehmensgründer Gerhard Schmid erhalten.

Zu einer Einigung sei es bislang jedoch nicht gekommen. "Die Mobilcom-Mitarbeiter befinden sich derzeit zwischen Hoffen und Bangen, die Chancen stehen fünfzig zu fünfzig", sagte Schrader. Für Donnerstagabend wurde in Paris eine Entscheidung erwartet.

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