Beschäftigtenzahlen des US-Arbeitsministeriums
US-Arbeitslosenquote leicht gesunken

Die Arbeitslosigkeit in den USA ist im Februar zum zweiten Mal in Folge gefallen. Zugleich stieg erstmals seit sieben Monaten nach Angaben des US-Arbeitsministeriums vom Freitag die Beschäftigung wieder an.

rtr WASHINGTON. Die Märkte, die in den unerwartet guten Daten eine Bestätigung der optimistischen Einschätzungen von US-Notenbankchef Alan Greenspan vom Vortag sahen, reagierten positiv.

US-Präsident George W. Bush äußerte sich aber auch besorgt über die Nachhaltigkeit des Trends. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums vom Freitag fiel die Quote auf 5,5 % von 5,6 % im Januar. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um saisonbereinigt 66 000 gestiegen. Von Reuters befragte Volkswirte hatten für den Berichtszeitraum mit einer Arbeitslosenquote von 5,8 % und einem Stellenanstieg von 13 000 gerechnet. Im Januar war die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um revidiert 126 000 gesunken. Die als wichtiger Indikator für die Entwicklung der Inflation in den USA geltenden durchschnittlichen Stundenlöhne der US-Arbeiter stiegen den Angaben zufolge um 0,1 % auf 14,63 Dollar.

US-Präsident George W. Bush sagte, die Daten seien eine gute Nachricht. Allerdings bleibe er besorgt über die Lage am Arbeitsmarkt, zitierte ihn sein Sprecher Ari Fleischer. "Der Präsident sieht nach statistischen Gesichtspunkten ermutigende Zeichen. Er ist aber weiterhin besorgt, ob die Menschen neue Jobs bekommen oder ihre Arbeitsplätze behalten können", sagte Fleischer vor Journalisten in Washington.

Analysten sehen Greenspan bestätigt

Analysten zeigten sich zufrieden mit den Daten, verwiesen aber auch darauf, dass ein Ende des Zinssenkungszyklus womöglich früher als bisher erwartet eintreten könnte. Nach Einschätzung von Delos Smith, Volkswirt bei dem Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board, werden die Anleger an den Kreditmärkten äußerst nervös. "Sie waren zuvor von einem Anstieg in der zweiten (Jahres-)Hälfte ausgegangen, und das verleiht ihrer Annahme noch mehr Ausdruck", sagte Smith.

Am Vortag hatte Alan Greenspan in seiner Anhörung vor dem Bankenausschuss des US-Senats gesagt, dass sich die Wirtschaft der USA auf dem Weg der Erholung befinde. Greenspan zeichnete überraschend ein rosigeres Bild vom Zustand der US-Wirtschaft als noch vor rund einer Woche. Daraufhin interpretierten die Investoren Händlern zufolge die Worte des Notenbankchefs als Signal für eine zunehmend neutralere Haltung der Fed und sahen damit ein definitives Ende des Zinssenkungszyklus.

An der Wall Street zogen die Aktienkurse am Freitag um knapp ein bis 2,5 % an. Die Staatsanleihen gaben dagegen nach. Der Dollar profitierte ebenfalls von den Daten und unterbrach seine Talfahrt zum Yen. Auch zum Euro gewann die US-Währung hinzu.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%