Beschäftigungspakt bis 2005
Porsche baut 911 und Boxster auch weiterhin in Zuffenhausen

Reuters STUTTGART. Der Sportwagenhersteller Porsche hat mit seinem Betriebsrat einen bis 31. Juli 2005 geltenden Beschäftigungspakt für das Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen vereinbart. Die Stammbelegschaft in der Produktion erhalte bis zu diesem Zeitpunkt eine Beschäftigungszusage, gab das Unternehmen am Donnerstag in Stuttgart bekannt. Im Gegenzug seien weitere Schritte für mehr Flexibilität in der Produktion und bei der Arbeitszeit vereinbart worden. Zuletzt beschäftigte Porsche rund 8200 Menschen, die meisten davon im Stammwerk des Unternehmens.

Im Rahmen der Vereinbarung sagte Porsche auch zu, mögliche Nachfolgemodelle der Baureihen 911 und Boxster auch weiterhin in Zuffenhausen zu fertigen. Dadurch sei die volle Auslastung des Werks gesichert. Porsche werde in den kommenden Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag in den Ausbau und die Modernisierung des Werks investieren. Porsche sagte zudem zu, alle Auszubildenden, die bis Juli 2005 ihre Lehre bei Porsche abschlössen, unbefristet einzustellen. Im Gegenzug stimmte der Betriebsrat zu, die Teamarbeit zu optimieren, den Einsatz der Mitarbeiter noch effizienter zu machen und die Arbeitszeiten stärker zu flexibilisieren. Außerdem könne Porsche auch künftig auf Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen zurückgreifen, um noch schneller auf Konjunkturschwankungen reagieren zu können.

In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 1999/2000 (zum 31. Juli) hatte Porsche bei einem Umsatz von 2,91 Mrd. DM einen Gewinn von 120,1 Mill. DM erwirtschaftet. Durch die nun getroffene Vereinbarung werde die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter erhöht, hieß es. Porsche-Chef Wendelin Wiedeking teilte mit, die Leistungsfähigkeit des Porsche-Werkes werde im internationalen Vergleich nochmals deutlich gesteigert. Außerdem werde das Unternehmen dadurch seiner sozialen Verpflichtung für die Mitarbeiter gerecht.

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