Beschäftigungszuwachs Folge der im Bündnis für Arbeit vereinbarten Tarifpolitik
Metallbranche schafft neue Arbeitsplätze

In der Metall- und Elektroindustrie hat die Beschäftigung nach Arbeitgeberangaben deutlich zugenommen. Die Branche habe im Mai 86 000 Mitarbeiter mehr beschäftigt als ein Jahr zuvor, teilte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall am Donnerstag in Köln mit.

Reuters HAMBURG. Insgesamt beschäftigte die Metall- und Elektrobranche Ende Mai 3,588 Millionen Menschen und damit 2,4 Prozent mehr als im gleichen Vorjahresmonat. Für weitere 40 000 Stellen hätten noch keine Mitarbeiter gefunden werden können, teilte der Verband mit.

Der Beschäftigungszuwachs sei eine Folge der im Bündnis für Arbeit vereinbarten Tarifpolitik, teilte der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Hans Werner Busch, mit. Er forderte die IG Metall auf, in der kommenden Tarifrunde im nächsten Jahr den moderaten Kurs fortzusetzen. Mit dem für zwei Jahre vereinbarten Abschluss des vergangenen Jahres sei nicht nur für zusätzliche Beschäftigung, sondern auch für die Binnennachfrage eine Menge getan worden. Insgesamt sei die Kaufkraft durch den Tarifabschluss um rund sechs Prozent gesteigert worden. Etwa die Hälfte davon sei direkt auf Lohn- und Gehaltserhöhungen zurückzuführen, die andere Hälfte stamme aus dem Geld, das mit den zusätzlichen Arbeitsplätzen verdient werde.

"Mit Sicherheit hätten wir nicht den gleichen Effekt erreichen können, wenn wir einfach die Stundenlöhne um sechs Prozent erhöht hätten", sagte Busch weiter. Er machte eine Steuer- und Sozialbilanz auf und legte dabei zu Grunde, dass seit dem Abschluss im März 2000 gut 100 000 Menschen zusätzlich Arbeit gefunden haben. Aufs Jahr gerechnet bedeute dies nicht nur 5,75 Milliarden Mark mehr an Nettoeinkünften, sondern auch mehr als drei Milliarden Mark an zusätzlichen Einnahmen für die Sozialversicherungen. Der Staat erziele Steuermehreinnahmen von 1,7 Milliarden Mark. Da nach Schätzung von Gesamtmetall rund die Hälfte der neueingestellten Mitarbeiter zuvor arbeitslos gewesen sei, verringerten sich die Ausgaben für Arbeitslosengeld und-hilfe um rund eine Milliarde Mark.

Die Metall- und Elektroindustrie ist mit 13 Branchen, darunter Maschinenbau, Elektrotechnik und Automobilindustrie, und einem Umsatz von 1 338 Milliarden Mark in 2000 der größte Industriezweig in Deutschland. Mehr als 50 Prozent dieser Umsätze werden auf Exportmärkten verdient.

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