Bescheidene Wachstumsaussichten für die Euro-Zone
EU-Finanzminister: Volkswirtschaften grundsätzlich gesund

Die Finanzminister der Euro-Zone haben nach Worten des belgischen Finanzministers Didier Reynders die grundsätzliche Stärke der Volkswirtschaften in Europa und den USA betont.

ap LUXEMBURG. Die Wachstumsaussichten für die Euro-Zone sind nach Ansicht der EU-Kommission infolge der Terroranschläge in den USA mager. "Wir leben in einer Situation großer Unsicherheit", sagte EU-Finanzkommissar Pedro Solbes nach der Sitzung der Finanzminister der Euro-Zone am Dienstagmorgen in Luxemburg. Er bezifferte die Wachstumsraten in diesem und im kommenden Jahr auf ein bis zwei Prozent.

Solbes und der EU-Ratspräsident, der belgische Finanzminister Didier Reynders, widersprachen aber Befürchtungen, Europa und die USA könnten nach den Terroranschlägen in eine Rezession abgleiten. Die gemeinsame Währung habe sich als Stabilitätsfaktor erwiesen, sagte Solbes. Reynders hob positiv hervor, dass die Inflation in Europa sinke und Steuersenkungen in einzelnen Mitgliedstaaten positive Auswirkungen auf Investitionen und Verbrauchervertrauen zeigten.

Reynders appellierte an die Mitgliedstaaten der Währungsunion, trotz der geringeren Wachstumserwartungen an ihren Plänen zur Konsolidierung der Haushalte festzuhalten. Das Ziel, bis 2003/2004 eine ausgeglichene Haushaltsbilanz zu präsentieren, bleibe bestehen, betonte auch Solbes. Er räumte ein, dass die USA wegen ihres Haushaltsüberschusses einen größeren finanzpolitischen Spielraum hätten, auf die Wachstumsschwäche zu reagieren.

Im Anschluss an die Sitzung der Euro-Gruppe kamen am Dienstag die Finanzminister aller EU-Staaten zusammen, um über Maßnahmen zur Bekämpfung des internationalen Terrorismus zu beraten. So standen die Verschärfung der Geldwäsche-Richtlinie und die Unterstützung für die angeschlagenen Fluglinien auf der Tagesordnung.

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