Bescheidene Ziele
TV-Sender XXP will Reichweite erhöhen

Der vom "Spiegel"-Verlag und der TV-Firma des Filmregisseurs Alexander Kluge gegründete TV-Sender XXP will seine Reichweite erhöhen.

dpa HAMBURG. Nach dem am 1. September bevorstehenden Start in Hamburg rechnet XXP noch möglicherweise in diesem Jahr mit einer Einspeisung ins Kabelnetz in Niedersachsen, wie "Spiegel"- Chefredakteur Stefan Aust am Montag vor Journalisten in Hamburg sagte. Wichtiger als eine kostspielige Expansion per Kabel und Satellit sei jedoch, dass sich der Sender "bescheiden und solide" finanziere.

XXP war am 7. Mai dieses Jahres in Berlin-Brandenburg als "Metropolenprogramm" mit einem Schwerpunkt auf Dokumentationen/Magazinen/Nachrichten auf Sendung gegangen. Seit August ist der Sender auch im Kabelnetz von Mecklenburg-Vorpommern vertreten. In Nordrhein-Westfalen hat XXP eine Lizenz erhalten, jedoch noch keinen Platz im voll belegten Kabel.

XXP-Geschäftsführer Cassian von Salomon sagte, dass nach dem Start in Hamburg das Programm unverändert bleibe. Jeden Abend zeigt XXP Schwerpunkte zu Themen aus Politik und Geschichte, Wissenschaft, Kultur und Gesellschaft. Dabei bedient sich XXP des Programmstocks von Spiegel-TV und Kluges TV-Firma dctp, die seit Jahren als Drittanbieter für Privatsender wie RTL, SAT.1 und Vox Programme herstellen. Spielfilme kommen aus dem Bestand der Kinowelt AG. Täglich gibt es bei XXP um 19.30 Uhr ein aktuelles 45-minütiges Nachrichtenmagazin.

Nach Ansicht von Aust gibt es bei den Zuschauern ein großes Interesse an längeren Dokumentationen und Magazinen. Spiegel-TV erreiche bei dem kleinen Sender Vox mit Themenabenden teilweise einen zweistelligen Anteil in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen. In zwei Jahren hofft der Sender auf genügend Werbeeinnahmen, um verstärkt neue Produktionen anbieten zu können. Dann sei der Programmstock von Spiegel-TV und dctp aufgebraucht, sagte Aust. Nach seinen Worten ist das Werbegeschäft bei XXP in Berlin besser angelaufen als gedacht.

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