"Bescheidenes" Jahr erwartet
Analysten senken Gewinnschätzungen für BASF-Aktien

Analysten verschiedener Bankhäuser stehen der Aktie von BASF nach deren Gewinnwarnung skeptischer gegenüber.

ddp/vwd FRANKFURT/MAIN. Das Bankhaus Lehman Brothers hat seine Schätzung für den Gewinn je Aktie von BASF gesenkt. Für das laufende Jahr würden nur noch 2,07 statt bisher 2,45 Euro und für 2002 von 2,84 nach zuvor 3,34 Euro erwartet, teilten die Analysten am Freitag in Frankfurt am Main mit. Das Investmenthaus Goldman Sachs (GS) senkte seine BASF-Gewinnschätzungen für 2001 und 2002 ebenfalls ab. Der Gewinn je Aktie für das laufende Jahr werde 1,63 statt bisher 2,05 Euro und für das Folgejahr von 2,35 nach zuvor 2,64 Euro betragen, sagten die Frankfurter Experten voraus.

Es werde mit einer fortgesetzten Schwäche des Titels im zweiten Halbjahr 2001 und einem "bescheidenen" Jahr 2002 gerechnet, begründeten die Lehmann-Experten ihr Urteil. Wichtigster Punkt der Gewinnwarnung bei BASF sei gewesen, "dass der Investitionsaufwand kurz- und mittelfristig um etwa 20 % gesenkt werden soll", hieß es weiter.

Die niedrigeren Investitionsaufwände würden das Wachstum verlangsamen, den Return on Investment jedoch erhöhen, wurde betont. Dies bewerteten die Analysten positiv. Langfristig raten sie nicht vom Kauf der Aktie ab, obwohl "man eher Bayer bevorzuge". Die Einstufung "Market Perform" und das Kursziel von 53 Euro wurden bestätigt.

Laut GS "beinhalten die neuen Schätzungen bereits eine fortgesetzte Schwäche im zweiten Halbjahr". Nachdem das BASF-Management Ende April 2001 noch von "einem signifikanten Wachstum" gesprochen habe, müsse es nun realisieren, dass die schwachen Wirtschaftsbedingungen dies ausschließen. Im "unteren Bereich von 40 Euro" sei BASF wieder so bewertet, dass Aufwärtspotenzial bestehe, hieß es bei Goldman Sachs weiter. Die Einstufung "Market Outperform" werde bestätigt.

Die im Dax 30 notierte BASF-Aktien verloren am Freitag bis 10.20 Uhr um 1,14 Prozent auf 43,50 Euro.

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