Beschluss der Innenministerkonferenz
Bleiberecht für traumatisierte Flüchtlinge

ap WIESBADEN. Traumatisierte Flüchtlinge aus Bosnien und Herzegowina erhalten ein Bleiberecht in Deutschland. Das beschloss die Konferenz der Innenminister von Bund und Ländern am Freitag in Bonn, wie der hessische Ressortchef Volker Bouffier in Wiesbaden mitteilte. Voraussetzung für die Betroffenen ist, dass sie vor dem 15. Dezember 1995 in die Bundesrepublik Deutschland als Bürgerkriegsflüchtlinge eingereist sind und sich zudem nachweislich mindestens seit dem 1. Januar 2000 aufgrund ihres Traumas in fachärztlicher Behandlung befinden.

1 450 Menschen aus Bosnien und Herzegowina

"Dieser Beschluss ist ein Gebot der Menschlichkeit. Die aufgrund ihrer schrecklichen Kriegserlebnisse unter einem Trauma leidenden Menschen benötigen eine ärztliche Behandlung, die in dieser Form in ihrem Heimatland nicht zu erhalten ist", erklärte der CDU-Politiker.

In Hessen sind den Angaben zufolge derzeit rund 600 Menschen aus Bosnien und Herzegowina als traumatisierte Kriegsflüchtlinge registriert. Hinzu kommen noch einmal 850 Familienangehörige, für die auch ein entsprechendes Bleiberecht gilt.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%