Beschluss des Landgerichts Dortmund
Ruhrgas muss ihr Netz der Berliner Natgas zur Verfügung stellen

dpa BERLIN/DORTMUND. Die Essener Ruhrgas AG muss ihr Gasnetz der Berliner Natgas für die Durchleitung zur Belieferung eines Großkunden in Bayern zur Verfügung stellen. Mit der am Dienstag veröffentlichten Entscheidung wies das Landgericht Dortmund einen Einspruch des Gaskonzerns zurück (Az: 13 O 36/01). Natgas bezieht das Gas für den bayerischen Kunden von einem österreichischen Versorger. Die Ruhrgas hatte sich auf die so genannte Reziprozität berufen, wonach eine ähnliche Belieferung von Großkunden durch die Netze in Österreich nicht gegeben sei, da der Gasmarkt dort nicht so weit liberalisiert sei wie in Deutschland.

Das Gericht war jedoch der Meinung, Deutschland sei - anders als in der Stromversorgung - zu 80 % auf Gasimporte angewiesen. Da deutsche Gasimportgesellschaften neuen Marktteilnehmern regelmäßig eine Belieferung verweigerten, seien diese umso mehr auf ausländische Bezugsquellen angewiesen. Die Ruhrgas werde gegen den Richterspruch aller Wahrscheinlichkeit nach in Berufung gehen, hieß es in Essen.

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