Beschluss des Offenmarktausschusses: US-Notenbank lässt Leitzinsen unverändert

Beschluss des Offenmarktausschusses
US-Notenbank lässt Leitzinsen unverändert

Die US-Notenbank (Fed) hat am Dienstag die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert gelassen, zugleich aber ihre Bereitschaft für eine Zinssenkung signalisiert, sollte ein Irak-Krieg einen wirtschaftlichen Tribut zollen.

HB/dpa WASHINGTON. Der als Schlüsselzins geltende Zielsatz für Tagesgeld bleibe bei 1,25 Prozent und damit auf dem niedrigsten Niveau seit mehr als vierzig Jahren, teilte die Fed nach der Beratung ihres Offenmarktausschusses (FOMC) in Washington mit. Die Entscheidung für unveränderte Zinsen fiel wie von Volkswirten mehrheitlich erwartet aus. Die Notenbank ließ auch den eher symbolischen Diskontsatz mit 0,75 Prozent unverändert.

Wegen der ungewöhnlich großen Unsicherheiten der weltpolitischen Lage sei es nicht ratsam, die derzeitigen Aussichten zu beurteilen, erklärte der für die Zinspolitik zuständige Offenmarktausschuss in Washington. Fachleute schließen nicht aus, dass der Ausschuss spätestens bei seinem nächsten Treffen am 6. Mai oder schon früher die Zinsen erneut senken könnte.

"Die Fed wartet ein bisschen länger und beobachtet, wie sich die gepolitischen Fragen entwickeln", sagte der Investmentbanker Jay Mueller der Wirtschaftsagentur Bloomberg. Analysten betrachteten die abwartende Position als Beleg, dass die Notenbanker die Kriegsängste als hauptverantwortlich für die zögerliche wirtschaftliche Erholung sehen und nicht ökonomische Probleme.

US-Präsident George W. Bush hatte Iraks Staatschef Saddam Hussein in der Nacht zum Dienstag eine 48-Stunden-Frist zum Verlassen des Landes gestellt, um einen Krieg noch abzuwenden. Es gilt jedoch als unwahrscheinlich, dass Saddam tatsächlich ins Exil geht, womit ein Krieg immer wahrscheinlicher wird.

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