Beschwerde bei EU-Kommission angedroht
Private kritisieren Online-Ausbau bei Öffentlich-Rechtlichen

Die privaten Fernsehsender haben den Ausbau der Online-Redaktionen bei den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten kritisiert.

dpa MÜNCHEN. Die gebührenfinanzierten Anstalten ARD und ZDF hätten nicht das Recht, mit "ihren prall gefüllten Gebührentaschen" gegen private Anbieter im Internet anzutreten, sagte der RTL-Informationsdirektor Hans Mahr dem Nachrichtenmagazin "Focus". Der SAT.1-Geschäftsführer Jürgen Doetz forderte die Politik auf, den vor allem vom Westdeutschen Rundfunk (WDR) und dem Südwestrundfunk (SWR) vorangetriebenen Ausbau der Internetangebote zu "stoppen". Sonst werde man Beschwerde bei der Europäischen Kommission einlegen, sagte Doetz, der auch Präsident des Verbandes Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) ist.

Unterstützung erhalten die Privatsender laut Focus zum Teil aus den Reihen der CDU . Der Sprecher der CDU-Landesregierung Sachsens, Staatssekretär Michael Sagurna, sprach sich beispielsweise gegen einen Einstieg der öffentlich-rechtlichen Sender in den elektronischen Handel (E-Commerce) aus. Aus ARD und ZDF dürfe nicht "eine Art AOL mit allem Drum und Dran" werden, sagt er dem Magazin.

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