Besetzer sind unbewaffnet
Deutsche Botschaft in Chile von drei Männern besetzt

Drei Männer sind in die deutsche Botschaft in Chile eingedrungen und weigern sich seit Stunden, die diplomatische Vertretung zu verlassen. Vor dem Gebäude sei Polizei aufgezogen, berichteten lokale Medien am Mittwochabend (Ortszeit).

dpa SANTIAGO DE CHILE. Die Besetzer, die nach Informationen aus Sicherheitskreisen nicht bewaffnet sind, forderten Asyl in Deutschland oder die Aufhebung von Pfändungsbeschlüssen gegen ihr Eigentum. Botschaftsangehörige versuchten seit der Besetzung am Vormittag, die Chilenen zum Verlassen der diplomatischen Vertretung zu überreden, hieß es in Santiago.

Die Männer hätten während der Militärdiktatur in Deutschland gelebt und seien zwischen 1989 und 1990 in ihre Heimat zurückgekehrt. Sie machten geltend, dass Chile die von Deutschland Rückkehrern gewährten finanziellen Starthilfen nicht ordnungsgemäß an die Berechtigten ausgezahlt habe. Dadurch seien sie in den finanziellen Ruin getrieben worden.

Sie hätten in Chile Kredite aufgenommen und mit ihrem Eigentum gesichert. Als sie Gelder nicht hätten zurückzahlen konnten, sei ihr Eigentum verpfändet worden. Einer der Männer in der Botschaft, die sich in den Stockwerken 7 und 8 eines Bürohauses befindet, habe gedroht, sich durch einen Sprung aus dem Fenster das Leben zu nehmen.

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