Besondere Sorgfaltspflicht erforderlich: Broker hielt sich nicht an Kundenwünsche

Besondere Sorgfaltspflicht erforderlich
Broker hielt sich nicht an Kundenwünsche

Ein Broker, der gegen die Wünsche seiner Kunden ihr Geld in riskanten Optionen anlegte, ist zu Recht fristlos gekündigt worden.

HB/dpa FRANKFURT/M. Das geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Frankfurt hervor. Die Richter wiesen damit die Klage des Arbeitnehmers gegen eine Kapitalanlagefirma zurück und sprachen dem Unternehmen auf dessen Widerklage 73 000 Euro Schadensersatz zu (Az.: 7 Ca 5522/01).

Gegen den Wunsch der Kunden hatte der Arbeitnehmer für ein Ehepaar rund 194 000 Euro in riskanten Optionen angelegt, von denen zuletzt nur noch ein Guthaben von sechs Dollar übrig blieb. Rund 70 000 Euro eines weiteren Kunden verfielen auf die gleiche Weise. Auch dieser Mann hatte ausdrücklich eine "sichere Anlage" gewünscht. Laut Urteil bedarf es bei derart schwerwiegendem Fehlverhalten keiner vorausgehenden Abmahnung. Der Broker hätte bei der Verwaltung des Geldes eine besondere Sorgfalt walten lassen müssen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%