Besser als der Gesamtmarkt
Analysten rechnen bei BMW mit positiven Quartalszahlen

Die BMW AG wird nach Einschätzung von Analysten trotz der flauen Automobilkonjunktur am Dienstag erfreuliche Zahlen für das erste Quartal veröffentlichen. Allerdings dürften sich laut dem Analysten die erheblichen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für neue Modelle im laufenden Geschäftsjahr bemerkbar machen.

vwd MÜNCHEN. Angesichts der positiven Absatzentwicklung in den ersten drei Monaten rechnet Georg Stürzer von der HypoVereinsbank (HVB) weiterhin mit einem positiven Trend bei dem erfolgsverwöhnten Automobilhersteller. Allerdings dürften sich laut dem Analysten die erheblichen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen für neue Modelle im laufenden Geschäftsjahr bemerkbar machen.

Die befragten Experten rechnen im Durchschnitt mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 909 Mio ?. Beim Umsatz werden 10,69 Mrd ? und beim Jahresüberschuss 558 Mio ? prognostiziert. Wegen der Umstellung auf IAS gibt es keine entsprechenden Vergleichszahlen zum Vorjahr. Nach Einschätzung von Stürzer dürfte sich der Premiumhersteller auch künftig besser als der Gesamtmarkt entwickeln und sein Absatzziel für 2002 sicher erreichen.

Der Automobilkonzern will bekanntlich im laufenden Jahr mehr als eine Mio Fahrzeuge der Marke BMW und Mini verkaufen, nach 906.000 Einheiten im Vorjahr. Dabei sollen allein vom britischen Kultauto Mini über 100.000 (Vorjahr: 25.000) Stück an die Kunden ausgeliefert werden. Demnach müsste der Münchner Automobilhersteller von der Marke BMW, von der im vergangenen Jahr 880.000 Einheiten verkauft wurden, nur zwei Prozent mehr Fahrzeuge absetzen, um dieses Ziel zu erreichen.

Im ersten Quartal hat das Unternehmen nach eigenen Angaben insgesamt bereits 260.462 Einheiten verkauft, was einem Plus von 17,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nach Einschätzung von Stürzer wird auch das neue, margenstarke Flaggschiff 7er für positive Impulse sorgen, von dem 2002 über 49.000 Fahrzeuge abgesetzt werden sollen.

Für das Gesamtjahr hat sich der Automobilkonzern ungeachtet der schwierigen Marktbedingungen zuletzt optimistisch gezeigt. Man sei zuversichtlich, Umsatz, Absatz und Ertrag gegenüber dem Vorjahr weiter steigern zu können, wurde im März auf der Bilanz-Pressekonferenz bekräftigt. Das Unternehmen hatte 2001 das Nachsteuerergebnis nach IAS um 54,3 Prozent auf die Bestmarke von 1,86 Mrd ? gesteigert. Die HypoVereinsbank hat die BMW-Aktie auf "Outperformer" eingestuft mit einem Kursziel von 54 ?.

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