Bessere Risikoerkennung
Hausbank ist unerlässlich für Unternehmen

Die Hausbank wird auch in Zukunft nicht an Bedeutung für die deutschen Unternehmen verlieren. Doch ihre Rolle wird sich ändern müssen, sind Verantwortliche der Kreditinstitute überzeugt. Damit ließe sich nicht zuletzt die schlechte Ertragslage der Banken verbessern. "Dieses 'gute alte Möbelstück' stellt man nicht einfach auf den Sperrmüll", betonte der Vorstandsvorsitzende der Commerzbank, Klaus-Peter Müller, am Freitag in Frankfurt bei einer Tagung.

HB/dpa FRANKFURT/MAIN. Durch eine enge Beziehung zu einem Kreditinstitut ließen sich die Risiken von Unternehmen rechtzeitig erkennen. Dadurch nutzt das Hausbankprinzip nach Ansicht Müllers der gesamten Wirtschaft.

In Zukunft werde die Hausbank nicht mehr selbst alle Funktionen für ein Unternehmen, sondern über ein Netz von Spezialbanken anbieten. Diese Ansicht vertrat das Vorstandsmitglied des genossenschaftlichen Spitzeninstituts DZ Bank, Uwe Flach. Angesichts der massiven Veränderungen der Finanzmärkte werde die Bank als Dach dieses Netzes eine neue Rolle haben: "weg von der Gläubigerposition hin zum Finanzberater und Vermittler von Produkten und Lösungen."

Dabei sei wichtig, sich als Begleiter eines Unternehmens in allen Phasen zu verstehen. Dies betonte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Dietrich Hoppenstedt. "Es geht nicht darum, Produkte zu verkaufen", appellierte er. Stattdessen müsste weitergehende Bedürfnisse berücksichtigt werden. Dies könnte etwa Unterstützung bei der Suche nach einem Nachfolger für den Unternehmenschef sein. Durch solche enge Beziehungen zu Firmen könnten Geldhäuser ihre Risiken besser steuern. "Und dies stabilisiert nicht zuletzt die Ertragslage der Banken."

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