Besseres Investitionsklima ist Voraussetzung
EBWE will sich stärker in Russland engagieren

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) will ihre Investitionen in den kommenden fünf Jahren auf jährlich 3,4 Mrd Euro erhöhen. Das kündigte EBWE-Präsident Jean Lemierre am Donnerstag in einem Interview an. Im vergangenen Jahr hatte sich die Bank in Osteuropa und den GUS-Republiken mit 2,7 Mrd Euro engagiert.

vwd LONDON. Wie Lemierre sagte, verfügt die EBWE über den nötigen finanziellen Spielraum, um ihre Investitionen ohne Kapitalerhöhung zu steigern. An der Osteuropabank sind u.a. die Regierungen von 60 Ländern beteiligt.

Lemierre wird die Investitionspläne den Mitgliedern der EBWE auf dem am kommenden Sonntag beginnenden Jahrestreffen unterbreiten. Während die EBWE nach Angaben von Lemierre ihre Aktivitäten in Mitteleuropa auf dem Niveau des vergangenen Jahres von einer Mrd Euro halten will, sollen insbesondere die Investitionen in Südosteuropa und den GUS-Republiken steigen. Voraussetzung sei allerdings, dass das Investitionsklima in einigen dieser Länder noch verbessert wird. Dies betreffe insbesondere Russland. Dort rechnet Lemierre im laufenden Jahr mit EBWE-Neuinvestitionen von 700 Mill. Euro nach 500 Mill. Euro im Vorjahr.

Eine weitere vorrangige Region sei Jugoslawien, das seit Januar als jüngstes Mitglied der EBWE angehört. Dort wolle sich die EBWE vor allem auf die Unterstützung privater Unternehmen konzentrieren, während die großen Infrastrukturprojekte hauptsächlich von der Weltbank, der Europäischen Investitionsbank und der EU finanziert werden.

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