Besserung erwartet
AMD verbucht hohem Quartalsverlust

Der Verlust des US-Chipherstellers AMD hat sich im dritten Quartal 2002 bei einem deutlichen Umsatzrückgang mehr als verdoppelt. Der Hauptkonkurrent von Intel am Markt für Mikroprozessoren erwartet allerdings einen Umsatzanstieg im vierten Quartal und das Erreichen der Gewinnschwelle im zweiten Quartal 2003. Der Kurs der AMD-Aktie stieg nach der Mitteilung im nachbörslichen Handel auf 3,80 Dollar von 3,49 Dollar.

Reuters SUNNYVALE. Ohne Berücksichtigung von Umstrukturierungskosten könnte im laufenden vierten Quartal die Gewinnschwelle auf Cash-Flow-Basis angenähert werden, sagte Chief Executive Hector Ruiz am Mittwoch nach der Bekanntgabe der Geschäftszahlen. Das Erreichen der Gewinnschwelle werde bei aggressiven Umstrukturierungen und Kostenkontrollen im zweiten Quartal 2003 erwartet, fügte er hinzu. Die operativen Kosten würden im kommenden Jahr um 350 Millionen Dollar reduziert, sagte dazu Finanzchef Robert Rivet. Im diesem Jahr würden die Investitionen auf 750 Millionen Dollar von zuvor geplanten 850 Millionen Dollar begrenzt.

Ruiz rechnet nach eigenen Angaben im laufenden vierten Quartal mit einem Umsatzanstieg um 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Angesichts der traditionell stärkeren PC-Umsätze im vierten Quartal sollten weitaus mehr Athlon- und Duron-Mikroprozessoren verkauft werden als im abgelaufenen dritten Quartal, hieß es. Auch bei Flash-Memory-Chips, die unter anderem in Handys zum Einsatz kommen, rechne AMD mit einem deutlich höheren Umsatz.

Im dritten Quartal sei der Nettoverlust auf 254,2 (Vorjahr 97,4) Millionen Dollar oder 74 (28) Cent je Aktie gestiegen, teilte AMD am Mittwoch im kalifornischen Sunnyvale mit. Der Umsatz sei dabei auf 508,2 (765,9) Millionen Dollar gesunken. AMD hatte allerdings bereits am 2. Oktober gewarnt, der Umsatz werde im dritten Quartal auf etwa 500 Millionen Dollar zurückgehen und das Unternehmen werde dabei einen beträchtlichen operativen Verlust verzeichnen.

Der Umsatz der Athlon- und Duron-Prozessoren fiel den Angaben zufolge im dritten Quartal auf 262 Millionen Dollar von 380 Millionen Dollar im zweiten Quartal. Intel, die am Dienstag für das dritte Quartal einen unter den Analysten-Erwartungen liegenden Gewinn bekannt gegeben hatte, steigerte nach eigenen Angaben den Marktanteil um etwa drei Prozent. Intels Marktanteil bei Mikroprozessoren liegt bei etwa 80 Prozent. Der größte Teil des restlichen Marktanteils entfällt auf AMD.

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